Text-Bild-Ansicht Band 127

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Das allgemeine Resultat, welches bei den obigen Versuchen erlangt wurde, läßt sich auf folgende Weise ausdrücken: Dampf, welcher bei 212° F. erzeugt und unter dem constanten Druck einer Atmosphäre erhalten wurde, wird, wenn man ihn außer Berührung mit Wasser erwärmt, auf:

230° F., dadurch ausgedehnt, 5mal mehr als es bei der Luft der Fall seyn würde
240° deßgl. 4 deßgl. deßgl.
260° deßgl. 3 deßgl. deßgl.
370° deßgl. 2 deßgl. deßgl.

Eine Ausdehnung unserer Kenntnisse von den Eigenschaften des Dampfes ist für den Ingenieur und Maschinenbauer von hohem praktischen Interesse. Es genügt, in dieser Hinsicht zu bemerken daß theoretisch bewiesen wurde, daß eine vollkommene Condensationsmaschine von Boulton und Watt (nach Abzug der Reibung und aller Wärmeverluste im Ofen und durch Ausstrahlung) nur ungefähr 7 Proc. der mechanischen Kraft liefern würde, welche der expandirten Wärme äquivalent wäre. Man kann hieraus folgern, daß der Dampfmaschine eine große Abänderung im Princip bevorsteht, und es ist des Verfassers beschiedene Meinung, daß diese Krisis durch Untersuchungen über diejenigen Eigenschaften der gasförmigen Flüssigkeiten, welche bis jetzt nur wenig Aufmerksamkeit erregt haben, und hauptsächlich über die Eigenschaften des isolirten oder trockenen Dampfes, beschleunigt werden muß.

Tabelle der Versuche über die Expansion des isolirten oder trockenen atmosphärischen Dampfes.

Textabbildung Bd. 127, S. 86