Text-Bild-Ansicht Band 200

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nach dem eingeschlagenen Verfahren, trotz öfterem Wiederholen des Experimentes, nicht erhalten werden.

Zink und Kupfer.

Bei dieser Gelegenheit erlaube ich mir auch zu bemerken, daß, wie mir Hr. Regierungsrath A. v. Löwe mittheilte, vor etwa 30 Jahren eine Partie schön krystallisirtes Messing an das Münzprobiramt in Wien eingesendet wurde, welches sich angeblich in einer Fabrik zufällig gebildet hatte. Dieses Messing wurde damals von Hrn. Franz Hoffmann analysirt und folgende Resultate gefunden: 1,16 Grm. Substanz gaben 1,08 Grm. Kupferoxyd, entsprechend 0,862 Grm. Kupfer und 0,367 Grm. Zinkoxyd, entsprechend 0,294 Grm. Zink.

100 Theile enthalten demnach:

Textabbildung Bd. 200, S. 289

Es kann daher wohl angenommen werden, daß jenes Messing ebenfalls eine bestimmte, nach der Formel Cu³Zn zusammengesetzte, chemische Verbindung war.

Croockewit 62) hat allerdings schon vor vielen Jahren mehrere Legirungen des Zinkes mit Kupfer studirt, welche nach bestimmten chemischen Formeln zusammengesetzt waren und die er deßhalb auch für chemische Verbindungen hielt, allein keine der von ihm dargestellten Verbindungen hatte die oben angegebene Zusammensetzung.

LXXX. Theoretische Werthbestimmung der feuerfesten Thone; von Dr. Carl Bischof.

(Schluß von Seite 120 dieses Bandes.)

Bei der Berechnung des bezeichneten, aus der chemischen Formel abgeleiteten Quotienten,63) um erwünscht einfach den pyrometrischen Werth

62)

Annalen der Chemie und Pharmacie, Bd. LXVIII S. 292.

63)

Wie ich oben dargelegt habe, wird derselbe erhalten durch Division des Sauerstoffquotienten der Thonerde in die Kieselsäure, in den Sauerstoffquotienten der Flußmittel in die Thonerde.