Text-Bild-Ansicht Band 211

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und Vertheilung des Canalwassers durch Schläuche oder Spritzen ist wieder verlassen, dagegen haben sich die folgenden Methoden bewährt.

Der Hangbau oder das Auffang-System (catchworks-system) ist für sehr bergiges und hügeliges Land geeignet, dessen Gefälle zwischen 1 : 20 und 1 : 4 wechselt, während 1 : 12 als das beste Verhältniß bezeichnet wird. Man zieht in horizontalen Linien und Abständen von etwa 15 Met. Gräben um die Höhen. Das Wasser fließt aus den höchsten Vertheilungsgräben A Fig. 1 über die Ränder derselben auf das Land in die nächsten Rinnen B, von hier in die folgenden C, bis es aus den letzten D und E meist völlig gereinigt abfließt.

Fig. 1., Bd. 211, S. 218

Das Furchensystem (pane and gutter-system), eine Nachbildung der Bewässerungen in Oberitalien, eignet sich namentlich für Rieselfelder mit geringem Gefälle. Man legt in der Richtung nach dem Abzugsgraben hin die Hauptgräben A Fig. 2 in der Richtung des größten Gefälles, mehr oder weniger senkrecht zu den Hauptgräben, kleinere Rinnen. Das Canalwasser fließt von dem Hauptgraben A in die Vertheilungsrinnen, wird durch Staubretchen gezwungen, sich rechts und links über das vollkommen geebnete Land zu ergießen und durch den Sammelgraben B abgeführt.

Fig. 2., Bd. 211, S. 218

Das Beetsystem (bed-system, ridge and furrow). Das Land wird in eine Reihe von Rücken und Furchen bearbeitet, indem man die Erde der seitlichen Abhänge gegen den Scheitel des Rückens bringt, was fast völlig mit dem Pfluge ausgeführt werden kann. Aus der Hauptrinne A, Fig. 3 fließt das Canalwasser zum Sammelgraben B. Das Gefälle wechselt von 1 : 20 (Lodge-Farm) bis 1 : 120.

Fig. 3, Bd. 211, S. 218

Auf der Rieselfarm bei Aldershott wendet man bei Hackfrüchten,