Text-Bild-Ansicht Band 213

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Das Durchschnittspulver geschlämmt32), gehen 42,6 Proc. Thon über, welcher sehr zart, graulich weiß und fast glimmerfrei ist, und es bleibt ein Rückstand von 57,4 Proc. eines hellgrauen, sehr reichlich funkelnden, meist feinen Staubsandes.

Pyrometrische Bestimmung.

Eine Probe des bezeichneten Durchschnittspulvers bis zur controllirten Platin-Schmelzhitze erhitzt:

ist unter völliger Erhaltung der Form außen nicht glänzend, (es zeigen sich nur glänzende Pünktchen) und innen körnig mit glänzenden Punkten; ist weiß und fast fleckenlos.

Eben so heftig den geschlämmten Thon geglüht:

bleibt Form vollkommen erhalten, außen nicht irgendwie glänzend und innen dicht porzellanartig; ist weih mit einem Stich in's Graue.

Die größere Schwerschmelzbarkeit des geschlämmten Kaolins gegenüber dem rohen ist deutlich zu erkennen und verhält sich ersterer mit dem besten geschlämmten Zettlitzer Normalkaolin pyrometrisch völlig gleich.

Den obigen Schlämmrückstand auch so stark geglüht:

bildet sich eine rein weiße, körnige Masse, deren Körper durch einen leisen Schmelz fest verkittet sind.

In 100 Theilen des bei 110° getrockneten Materiales wurde gefunden:

Rohkaolin: Derselbe geschlämmt:
Thonerde 21,35 37,67
Kieselsäure chem. gebunden
als Sand
20,44
49,00
69,44 36,46
10,90
47,36
Magnesia sehr wenig sehr wenig
Kalk 0,23 0,17
Eisenoxyd 0,61 0,67
Kali 0,84 0,91
Natron 0,68 0,68
Glühverlust 7,08 12,82
––––––––– –––––––––
100,23 100,28
32)

Das Schlämmen wurde in einfacher Weise vorgenommen durch starkes Aufrühren des in einem 14 Centimeter hohen und 10 Centimeter weiten Becherglas mit Wasser übergossenen Rohkaolins und Stehenlassen: das erste Mal 4 Minuten, dann 3 und später 2 Minuten und so lange fortgesetztem Abgießen, als noch eine merkliche Trübung sich zeigte.