Text-Bild-Ansicht Band 215

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Sobald nämlich der Druck am Auslaßrohre D im geringsten über das festgesetzte Maß steigt, wird auch der Gesammtdruck auf die Scheibe E, der Druck des Hebels F nach aufwärts überwunden, und dieselbe sammt dem Drosselventil B nach abwärts bewegt und die Einlaßöffnung C mehr oder weniger verkleinert. Fällt nun der Druck im Ausfluß D unter die festgestellte constante Höhe, so wird der Hebel F die Scheibe E und dadurch auch das Drosselventil B heben, wobei der Einlaß C wieder vergrößert wird. Der Druck in dem Auslaßrohre D muß deshalb innerhalb gewisser Grenzen constant bleiben.

Méhu's Oesenschloss für Taue.

Mit Abbildungen auf Tab. I [a/4].

Seit Kurzem werden Schiffstaue mit Oesen zur Befestigung von Ankern u.a.m. nach dem System Méhu in nachstehender, mit Hilfe der Skizze Figur 11 bis 14 [a/2.3] leicht zu verstehender Weise versehen.

Das Seil wird nämlich um einen eisernen Ring a (Fig. 10) umgebogen und das Ende mittels eines rasch anzulegenden Schlosses mit genügender Reibung am Seil befestigt. Das Schloß besteht aus zwei gleichen Schnallen b und d (aus 5 Millim. dickem Eisenblech), deren gerade Ränder ∪-förmig umgebördelt und ähnlich wie Scharnierbänder ausgeschnitten sind (Fig. 12 bis 14). Wenn man nun die beiden Schnallen unterhalb der Oese a um das Seil zusammenschiebt, so daß die Lappen in einander greifen, und mit Hilfe eines Schraubstockes oder einer Presse fest zusammendrückt, so können zwischen die Lappen Keile e, e (Fig. 11) eingetrieben werden, und die Verbindung ist fertig. Ein Herausfallen der Schließkeile läßt sich durch einen Vorsteckdraht i verhüten; und um ein Gleiten des ganzen Schlosses längst des Taues hintanzuhalten, sind die Schnallen auf ihrer cylindrischen Fläche schraubengangförmig cannelirt, womit zugleich eine größere Steifigkeit derselben erzielt, ein schärferes Zusammendrücken also ohne Gefahr einer Deformirung ermöglicht wird. Die Zahl der für eine Oese erforderlichen Schloßringe richtet sich nach der Dicke des Taues und nach dessen Beanspruchung. Die der Oese a zunächst liegenden Schnallen werden an der betreffenden Seite – wie aus den Abbildungen zu ersehen – ausgebaucht, um sich an die Seilschleife gut anzuschmiegen.

Die Hantirung mit Méhu's Oesenschloß ist höchst einfach; seine Einführung soll (nach der Revue industrielle, September 1874 S. 325)