Text-Bild-Ansicht Band 215

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aus dem flüssigen in den starren über – vorausgesetzt, daß ihr eine bestimmte hierzu erforderliche Wärmemenge zugeführt bezieh, entzogen wird. Jene charakteristische Temperatur heißt Schmelzpunkt und hängt nach den Untersuchungen von William Thomson, Hopkins und Bunsen wesentlich von jenem Drucke ab, unter welchem das Schmelzen oder Erstarren stattfindet; sie ändert sich nicht, so lange das Schmelzen oder Erstarren dauert, denn die während dieser Zeit zugeführte oder entzogene Wärmemenge, nach älteren Physikern latente, nach neueren Schmelzungswärme4), wird ausschließlich zur Aenderung der Aggregatform verwendet.

Schmelzpunkte ( Celsius).

Schmiedeisen 1600 Zink 423
Stahl 1400–1300 Blei 334
Roheisen grau 1200–1100 Wismuth 270
„ weiß 1100–1050 Zinn 235
Gold 1200 Schwefel 115
Kupfer 1090 Stearinsäure 70
Silber 1000 Bienenwachs 69
Bronze 900 Stearin (+ 50) 60
Antimon 425 Talg 33

In Ziurek's Tabellen findet sich eine Zusammenstellung ohne Angabe der Autoren, die wir anders angeordnet und mit Auswahl wiedergeben.

Platin 2534 Fichtenharz 135
Wolfram 1700 Schwarzes Pech 100
Nickel 1600 Dammarharz 73
Kobalt 1400 Stearinsäure 70
Messing 1015 Palmwachs 70
Emailfarben 963,5 Palmitinsäure 62
Glas 900 Paraffin 55
Bernstein 280 Drachenblut 55
Kautschuk 125 Wallrath 44
Rohrzucker amorph. 90–100 Rindstalg 33
„ krystallisirt 160 Laurostearinsäure 42–44
Newton's Metall (3Sn. 5Pb, 8Bi) 94,5 Palmitin 37,5
Rose's Metall (1Sn, 1Pb, 2Bi) 93,75 Palmöl 29
Schellack 93,2 Leinöl 27
Oxalsäure 98 Cocosnußöl 22

In Kerl's Eisenhüttenkunde findet sich folgende Tabelle.

4)

Von Deluc beim Eise zuerst nachgewiesen und von Clausius auch Werkwärme genannt.