Text-Bild-Ansicht Band 215

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Substanz. Dichte c T Aequivalent.
Antimon 6,718 0,0508 512 120,3
Blei 11,380 0,314 334 103,5
Eisen 7,840 0,1138 1900–2100 28,0
Gold 19,320 0,324 1202 197
Kupfer 8,95 0,095 1173 31,7
Schwefel 1,97–2,07 0,2143 111 16
Silber 10,550 0,057 1023 108
Wismuth 9,760 0,030 249 210
Zink 7,2 0,095 411 326
Zinn 7,3 0,056 230 590

Die Schmelzwärme W beträgt in Wärmeeinheiten nach Untersuchungen von Person für 1 Kilogramm

Schwefel 9,368 Zink 28,130
Kalisalpeter 47,371 Silber 21,070
Natronsalpeter 62,975 Legirung
Zinn 14,251 3Bi, 2Pb, 2Sn 4,496
Wismuth 12,640 2Bi, 1Pb, 2Sn 4,687
Blei 5,369

Mit Hilfe dieser Zahlen und der durch sie verkörperten Begriffe kann man die Wärmemenge rechnen, welche gewissen schmelzbaren Rohstoffen zugeführt werden muß, um sie von der mittleren Temperatur (15°) in den völlig flüssigen Zustand zu überführen.

Die gesammte Wärmezufuhr (w) von 0° Temperatur bis zum vollständigen Schmelzen für 1 Kilogrm. eines beliebigen Rohstoffes beträgt, wenn wie vorher c die mittlere specifische Wärme, T der Schmelzpunkt und W die Schmelzungs- oder Werkwärme ist:

w = cT + W (1)

Hat man einen Körper von der Temperatur τ und nicht von 0° vor sich, wie dies in der Praxis des Gewerbebetriebes zumeist der Fall ist, so hat vorstehende Formel zu lauten

w = c (Tτ) + W. (2)

Da aber ein eben völlig geschmolzener Körper noch nicht zum Gießen geeignet ist, weil er im nächsten Augenblicke wieder zu erstarren beginnt, so muß die geschmolzene Masse noch um t° über T hinaus erhitzt werden. Man gießt niemals eine Substanz von der ihr beim Schmelzen eigenthümlichen Temperatur, sondern bei der Temperatur T + t. Kennt man die specifische Wärme der geschmolzenen Substanz c', so ist also außer w noch eine weitere Wärmezufuhr von c't Wärmeeinheiten erforderlich, um ein Kilogramm Gießstoff in die zum Gießen geeignete Verfassung zu bringen.