Text-Bild-Ansicht Band 215

Bild:
<< vorherige Seite

einem Punkt des Hebels aufgehängt ist, sondern in einem Schlitz desselben gleitet und der betreffende Stangenzapfen am unteren Ende einer senkrecht über dem Hebeldrehungspunkte aufgehängten Lenkerstange g gleichzeitig mit angehängt ist. Da das untere Lenkerstangenende bei dem Hin- und Hergange einen Bogen beschreibt, muß demnach das Kurbelstangenende zu Anfang und zu Ende des Hubes an einem größeren Hebelarm und in der Mitte an einem kleineren Hebelarm auf den aufrechten Hebel wirken, und es wird dadurch die Schützenbewegung dahin modificirt, daß in der Hubmitte die Geschwindigkeit noch mehr gesteigert, zum Anfang und zu Ende noch mehr abgemindert wird, als es die einfache Kurbelbewegung thun würde.

Diese Bewegungsweise soll es nun ermöglichen, daß der als Schußfaden zu verwebende Draht sich genügend regelmäßig von seiner Spule abwickelt, was er in Folge seiner Steifigkeit bei einer gewöhnlichen Schützenbewegung nicht thun würde.

Eine andere Vorrichtung, welche sich bei einem Drahtwebstuhle als nöthig erweist und von Lyall angebracht ist, besteht aus einem Finger h (Fig. 21 und 22), welcher sich nach jedem Schuß unmittelbar neben der Sahlleiste des gewebten Stoffes vor den Schußfaden (nach der Lade zu) hinstellt oder einsticht, so daß beim nächsten Schuß der Draht sich um diesen Finger herumlegen muß und so ein unnöthiges Anstrengen der Eckkettendrähte vermieden wird. Dieser Finger (ziemlich ähnlich dem Schönherr'schen Schußwächter; 1873 210 241) befindet sich an dem längeren Arm eines horizontalen Hebelchens, auf dessen kürzeren Arm wieder ein Winkelhebel i wirkt; die Drehpunkte beider Hebel sind auf einer am Brustbaum parallel zur Kettenrichtung verschiebbar aufgelagerten und durch eine Feder m gegen die Lade zu vorwärts gedrückten Stange l angebracht, und auf den herabhängenden Arm des Winkelhebels i wirkt gleichfalls eine Feder n. Demgemäß hat das Hebelchen ein Bestreben, den Finger stets niederzuhalten zum Einstechen. Hat der eben eingetragene Schußfaden sich um den Finger herumgeschlungen und wird er von der Lade angeschlagen, so kann der Finger horizontal (wegen der Verschiebbarkeit der Drehbolzenstange) erst etwas zurückweichen; dann aber stößt ein Vorsprung der Lade an den herabhängenden Winkelhebelarm, hebt dadurch den Finger aus der Schlinge aus, und da jetzt die Drehbolzenstange wieder in Folge der Federwirkung vorschnellen kann, wird, wenn die zurückgehende Lade dann den Winkelhebel wieder losläßt, der Finger auch vor dem zuletzt eingeschossenen Faden einstechen.

Ein solcher Stuhl soll in London in der Fabrik von Powis, James, Western und Comp. im Gange sein; die Production wird