Text-Bild-Ansicht Band 215

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in den Taschen HH sich befinden. Die Hebel G, G wirken mittels Zugstangen I, Hebel J und Zugstangen K (Fig. 8) auf den Schnellwaagebalken L, dessen Drehachse in Lagern bei M liegt. Das Laufgewicht N wird mittels der Schraubenspindel O auf dem Waagebalken eingestellt, dessen Eintheilung Druckdifferenzen von 1000 zu 1000 Kilogrm. entspricht. Eine zweite Eintheilung auf der Scheibe P, mit deren Griff die Schraubenspindel O zur Verschiebung des Laufgewichtes gedreht wird, erlaubt die Pressungen in Unterabtheilungen von 50 zu 50 Kilogrm. abzulesen. Jede vollständige Umdrehung von O entspricht einer Druckdifferenz von 1000 Kilogrm. vor dem Kolben C.

Als Gegengewicht der Hebel und Waage sind zwei belastete Hebel Q oben am Ständer A gelagert.

Um aber den von der Presse ausgeübten Druck unabhängig von der Waage L prüfen und dadurch den richtigen Gang der Maschine verfolgen zu können, um ferner die Ueberschreitung eines gewissen, aus irgend welchem Grunde festgesetzten Druckes zu verhüten, steht mit der Druckleitung D durch die Röhre g (Fig. 8) ein Controlventil R in Verbindung, welches durch ein auf dem getheilten Waagebalken L' verschiebbares Laufgewicht N' belastet ist. Die Einstellung dieses Läufers geschieht durch eine Schraubenspindel O' bei Drehung des Theilrades P' analog wie oben. Steht das Laufgewicht N' auf Null, so muß die Waage durch das stellbare Gegengewicht Q' vollkommen äquilibrirt, d.h. das Controlventil R entlastet sein.

Die auf relative Festigkeit zu prüfende Schiene liegt über der Druckschneide der Gabel E auf zwei rechts und links genau unterhalb der Druckstangen F, F angebrachten Rollen p, p (Fig. 8 und 11); letztere sitzen in dem gabelförmigen oberen Ende l' der Schraubenspindeln l (vergl. Detail in Fig. 11 [a/4]), welche in den Büchsen r und mit diesen in den hohlen Säulchen k stecken. Das auf jede Tragrolle p entfallende Gewicht der aufgelegten Schiene wird durch Gegengewichte m (Fig. 8) annähernd ausbalancirt, indem die Büchse r auf dem Gegengewichtshebel frei aufruht (Fig. 11). Mittels der Handräder n (deren Nabe das Muttergewinde für die Schrauben l enthält) wird nun die auf den Tragrollen liegende Probeschiene so lange gehoben, bis letztere gegen die Druckstangen F, F so stark angepreßt ist, daß die Gegengewichte bei Q frei einspielen – unter der Voraussetzung, daß das Laufgewicht N auf Null steht.

Soll nun die Prüfung einer Schiene auf einen voraus festgesetzten Druck stattfinden, so versetzt man den Läufer N auf den entsprechenden Theilstrich des Waagebalkens L; dasselbe kann mit dem Laufgewicht des