Text-Bild-Ansicht Band 215

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Controlventiles R geschehen. Hierauf werden die Pumpen in Gang gesetzt – zunächst mit der größeren Geschwindigkeit; im weiteren Verlauf, wenn der Widerstand zu groß wird, jedenfalls aber gegen Ende des Versuches, läßt man sie mit der kleineren Geschwindigkeit arbeiten. Die gewöhnlichen Versuche lassen sich vollkommen ohne Zuhilfenahme der Handpumpe durchführen. Will man langsam vorgehen, so rückt man die Saugventile von zwei Pumpen aus und arbeitet blos mit einem Kolben.

Der Hub des Preßkolbens beträgt 150 Millim.; größere Durchbiegungen als 150 Millim. lassen sich daher in einer Operation nicht erzielen. Man wiederholt dann die Operation, nachdem man auf die Gabel E ein Zwischenstück aufgesetzt hat.

Nun wird solange weiter gepumpt, bis der Waagebalken L sich hebt und die beiden Zeigerspitzen der Waage zusammenfallen.

Ist aber die Bruchfestigkeit zu bestimmen, so läßt man das Laufgewicht N ursprünglich auf Null stehen, arbeitet mit den Pumpen bis zum eintretenden Bruch der Probeschiene* und mißt nun die Pressung durch Verschiebung des Laufgewichtes N bis zum Einspielen der Waage.

Nach Beendigung jedes Versuches lüftet man das Sicherheitsventil, und der Preßkolben drückt das Wasser in den Pumpenkasten U zurück.

Zur Messung der Durchbiegung ruht auf der Probeschiene ein Stängelchen e (Fig. 9 u. 10), durch dessen Hebung ein Zeiger vor dem in Zehntel-Millimeter eingetheilten Zifferblatt z gedreht wird. Durch Stellschrauben findet vor Beginn jeder Prüfung die Einstellung des Zeigers auf Null sehr leicht statt.

Nach diesen Auseinandersetzungen lassen sich die Modificationen der Prüfungsmaschine für Versuche auf Zug oder Druck sehr kurz erledigen.

Bei der Zerreißmaschine (Fig. 12 bis 14 [a/4]) kommt eine Kopfplatte T in Thätigkeit, deren vier Druckstangen S in am Ständer A angegossenen Büchsen b Führung finden. Mittels der Schrauben s, s wird die Kopfplatte T so weit herabgelassen, bis die Druckstangen S auf der Stirnfläche des Preßkolbens C aufsitzen. Das zu prüfende Material – vorher schon in die Form des aus Fig. 12 und 13 zu entnehmenden Probestückes X gebracht – wird unten in die mit den Druckstangen F, F verschraubte Traverse t eingekeilt und am oberen Ende mit

*

Hierbei werden die Bruchstücke zwischen den Tragrollen p, p und den Druckstangen F, F festgeklemmt (in Folge der Gewichte m, Fig. 8 und 11), und bleiben dadurch die an der Untersuchung theilnehmenden Personen vor sonst leicht eintretenden Verletzungen (durch Abspringen der Bruchstücke) bewahrt.