Text-Bild-Ansicht Band 215

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der Kopfplatte T durch Zapfen und Ringe verbunden. Bei Ingangsetzung des Apparates hebt der Preßkolben die Kopfplatte, wodurch ein Zug auf das Versuchsstück X ausgeübt und durch Vermittelung der Druckstangen F, F u.s.w. auf die Waage übertragen und da gemessen wird.

Die Längenausdehnung wird durch einen am Versuchsstück angeschraubten Maßstab a und Noniusschieber a' bestimmt.

In der Zerdrückmaschine (Fig. 15 und 16 [a/4] sowie Fig. 17 [b.c/4]) ist die Kopfplatte T wie oben bei den Versuchen auf Biegungsfestigkeit überflüssig; sie wird also vor Allem mittels der Schrauben s, s gelüftet. In den Preßkolben C wird dagegen eine Druckplatte D eingesteckt, eine zweite Druckplatte D' oberhalb D in der Traverse t befestigt und das auf Druckfestigkeit zu untersuchende Stück zwischen beide Druckplatten D und D' eingelegt.

Die Größe der Zusammendrückung wird am Zifferblatt z abgelesen, dessen Zeiger die Bewegung durch Zuhilfenahme der Stängelchen d erhält, welche auf dem Preßkolben aufruhen und somit dessen durch die Compression hervorgerufene Annäherung an den oberen Druckkopf D' auf den Zeiger übertragen.

J. Z.

Der mehrfache Telegraph von Bernhard Meyer in Paris.

Mit Abbildungen auf Taf. C und Taf. IX [c.d/3].

Nachdem wir bereits im vorigen Jahrgange dieses Journals (vergl. 1874 213 17) über den einen (Alois Bauer's Illimit-Telegraph) jener beiden im J. 1873 auf der Wiener Ausstellung befindlichen Telegraphen, mittels deren mehrere Telegramme gleichzeitig und dabei periodisch mit einander abwechselnd auf einem und demselben Leitungsdrahte befördert werden sollen, einige Mittheilungen gemacht haben, besprechen wir nachfolgend den anderen, d. i. Meyer's vierfachen Telegraphen ausführlicher, weil derselbe in seiner jetzigen verbesserten Gestalt in Frankreich zwischen Paris und Marseille und seit nun etwa 3/4 Jahren auf der Linie Wien-Prag befriedigend arbeitet.

Die erste Beschreibung seines zuerst im J. 1872 ausgeführten mehrfachen Telegraphen veröffentlichte Meyer im Journal télégraphique (März 1873); in seiner jetzigen Gestalt wird dieser Telegraph beschrieben in den Annales télégraphiques (3. Serie, 1. Bd. S. 187). Beiden Quellen folgen wir im Nachfolgendem, ohne jedoch des an letzterer Stelle ausführlicher besprochenen mehrfachen Telegraphen von