Text-Bild-Ansicht Band 215

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Sicherheitsventilhahn für Dampfcylinder.

Mit einer Abbildung auf Taf. X [a/4].

Der in Fig. 4 skizzirte, von E. Paschke in Freiberg und J. L. Stübinger in Chemnitz kürzlich in Sachsen patentirte Sicherheitsventilhahn bewirkt die Ableitung des sich besonders im Winter in den Dampfcylindern reichlich ansammelnden Condensationswassers dann selbstthätig, wenn der Hahnkegel nicht geöffnet worden oder das Ableitungsrohr verstopft oder eingefroren ist. Die das Sicherheitsventil zudrückende Feder entspricht etwa dem 1 1/2 fachen der Spannung des Kesseldampfes; eine Correctur ist leicht durch Anziehen oder Nachlassen der Federhülse auszuführen. Der Ventilstift ist abgesetzt, um ein Ueberspannen der Feder während des Oeffnens zu verhüten.

Die Hähne werden in 6 verschiedenen Größen von 6 bis 20 Millim. Bohrung zum Preise von 18 bis 40 Mark angefertigt; von Nr. 3 aufwärts ist die Einrichtung getroffen, daß die Feder nicht über ein gewisses Maximum gespannt werden kann. (Nach der deutschen Industriezeitung, 1875 S. 82.)

R.

Bennison's Rotationspumpe.

Mit Abbildungen auf Taf. X [a/3].

Vorliegende Pumpe, welche zu den Kurbelkapselwerken* gehört, unterscheidet sich von anderen ähnlichen Constructionen durch die Führung der in den rotirenden Kolben eingelegten Schieber. Wie aus Fig. 5 und 6 zu entnehmen ist, besteht die Pumpe aus einem cylindrischen Gehäuse G, durch dessen mit Stopfbüchsen versehene Seitenwände eine Welle geht, welche den hohlen cylindrischen Kolben K trägt; zwischen Kolben und Gehäuse ist ein ringförmiger Raum gebildet, in welchem einerseits das Saugrohr, andererseits das Druckrohr mündet. Saug- und Druckraum sind von einander durch den am Gehäuse angegossenen Steg S, gegen welchen der Kolben dicht anliegt, getrennt. Der Kolben ist mit drei radialen Schlitzen und in jedem derselben mit einem genau an das Gehäuse sich anschließenden Schieber versehen, welcher bei der Rotation

*

Vergl. Reuleaux: Theoretische Kinematik (Friedr. Vieweg und Sohn, Braunschweig 1875) S. 343 u.s.f.