Text-Bild-Ansicht Band 215

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Im Pettitt'schen Guano fanden:

Textabbildung Bd. 215, S. 462

Die großen Schwankungen in dem Gehalt an Phosphaten und der höhere Stickstoffgehalt bei einem geringen Phosphorsäuregehalt läßt unzweifelhaft erkennen, daß der erste und dritte Pettitt'sche Guano fast aus reinem Fischfleisch bestand, wohingegen der zweite einen erheblichen Gehalt an Gräten besaß, welch letztere den hohen Phosphorsäuregehalt bedingten.

Erst im J. 1862 erschien der „norwegische Fischguano“ auf dem deutschen Düngermarkte, und finden sich die Resultate meiner damaligen Untersuchungen in diesem Journal, 1863 168 388. Der Phosphorsäuregehalt betrug 13,29, der Aschengehalt 32,63 Proc.

Im J. 1866 fand C. Schmidt in einem norwegischen Fischguano (Livländische Jahrbücher der Landwirthschaft, XIX S. 152):

Phosphorsäure
Kalk
Magnesia
Chlornatrium
Chlorkalium
Eisenoxyd
Kieselsäure
Schwefelsäure
4,11
3,30
0,05
2,46
3,78
0,05
0,04
0,87






14,66 Proc. Aschenbestandtheile
Wasser
Stickstoff
Org. Substanzen
21,26
8,88
55,20

85,34 Proc. flüchtige und
verbrennliche Substanzen.
––––––
100,00

Aus diesen Analysen geht unzweifelhaft hervor, daß auch beim norwegischen Fischguano große Schwankungen bezüglich des Phosphorsäuregehaltes vorkommen. Der von mir untersuchte norwegische Fischguano war reich an Gräten, daher der hohe Gehalt an Phosphaten. Der von C. Schmidt analysirte Guano wird größtentheils aus Fischfleisch bestanden haben, wofür auch der niedrige Aschengehalt spricht.

Obgleich das Fischfleisch an und für sich sehr leicht der Zersetzung unterworfen ist, so gehen doch verschiedene Fischguanosorten, mit Wasser zusammengebracht, nur schwer in Fäulniß über. Einige Proben, welche der Fäulniß auffallend lange widerstanden, hatten einen so hohen Fettgehalt, daß sie nur schwierig von Wasser benetzt wurden, wodurch ein langsames Aufquellen und in Folge dessen die verhältnißmäßig spät eintretende