Text-Bild-Ansicht Band 215

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und auf die Kupferwalze e₁ bedingt. Der Stift a₁ ist durch einen kurzen beweglichen Arm mit der Stange a₂ in Verbindung, welche sich in den Führungen a₃ hin und her schieben läßt; ihr hinteres Ende ist mit einer Querschiene b₁ verbunden, die mittels Rollen b₂ auf der Schiene b₃ ruht. Letztere steht in Verbindung mit der Schiene c₁, welche mit den Rollen c₂ auf der festen Schiene c₃ beweglich ist. Wird die Stange a₂ durch den Stift a₁ senkrecht zur Walzenachse hin und her geschoben, so nimmt b₁ die Schiene b₃ mit und diese läßt die Schiene c₁ auf der festen Schiene c₃ hin und her rollen. Wird die Stange a₂ parallel zur Walzenachse hin und her gezogen, so folgen die Rollen b₂ sammt der Schiene b₁ dieser Bewegung auf der Bahn b₃, gleichzeitig auch die Schiene d₁ mittels Rollen d₂ auf der festen Schiene d₃, da die Führung a₃ mit der Schiene d₁ zusammenhängt. Natürlich entsprechen die zurückgelegten Wegstrecken der Schienen d₁, b₁ und c₁ genau dem Weg des Stiftes a₁ auf der Zeichnung der ebenen Zinktafel, und es ist nun zu zeigen, wie diese Bewegungen in verjüngtem Maßstab auf den oberen Theil der Maschine übertragen werden.

Der Kupfercylinder e₁ liegt mit seiner Spindel in den Gestelllagern e₂; zugleich ruht er mit den beiderseits angeschobenen Frictionsscheiben e, e auf den beweglichen Schienen e₃, welche mittels der Rollen e₄ senkrecht zur Walzenachse längs der Führungsschienen e₅ verschiebbar sind, und ähnlich dem Rigby'schen Apparat den Kupfercylinder durch Friction in Drehung versetzen – vorwärts oder rückwärts, je nachdem die Rollen e₄ nach vorn oder nach hinten laufen. Die Schiene e₆ verbindet die beiderseitigen Laufschienen e₃ und mit ihr ist durch den Bolzen f₂ eine verstellbare Coulisse f₁ verbunden in der Art, daß der Winkel zwischen e₆ und f₁ beliebig gewählt und durch Schrauben b (Fig. 32) fixirt werden kann. Auf ihrer unteren Fläche ist die Coulisse f₁ mit einer geraden Leitnuth versehen, in welche der Zapfen f₃ eingreift, und dieser ist mit der Schiene d₁ in fester Verbindung.

Bewegt man daher den Zeichenstift a₁ und mit ihm die Schiene d₁ parallel zur Cylinderachse c₁ nach rechts oder links, so rückt die Coulisse f₁ in senkrechter Richtung rückwärts oder vorwärts – um einen Betrag, welcher durch das Product des Stiftweges und der trigonometrischen Tangente des Stellungswinkels f₁ gegen e₆ ausgedrückt ist. Bei dieser Bewegung der Coulisse f₁ werden aber durch die Verbindungsschiene e₆ die Laufschienen e₃ in gleichem Sinne vor oder zurück geschoben, daher der Cylinder c₁ vorwärts oder rückwärts gedreht um genau soviel, als die Coulisse f₁ bezieh. die Schiene e₆ verschoben wurde, d.h. in Bezug auf den Ausschlag des Stiftes in einem bestimmten, mit dem Neigungswinkel