Text-Bild-Ansicht Band 210

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sondern auch die Uebersicht und Combination der erhaltenen Resultate ganz ungemein erleichtert.

Bemerkenswerth ist die Angabe von Stolba, daß die organischen Stoffe der Quell- und Flußwässer saurer Natur sind, so daß sie einen Theil der Basen binden (Abhandlungen der böhmischen Gesellschaft der Wissenschaften VI. 6. Band). – Ohne Zweifel werden andere stickstoffhaltige Zersetzungsproducte basischer Natur seyn können.

LI. Kupfergehalt von Wasser bei Anwendung kupferner Röhrenleitung; von E. Reichardt.

Für Wasserleitungen werden jetzt entweder gebrannte Thonröhren verwendet, oder, namentlich wenn sie stärkerem Druck ausgesetzt sind, eiserne Röhren. Die verschiedensten Versuche, die eisernen Röhren so zu beschaffen, daß sie von Anfang an der lösenden Wirkung des Wassers Widerstand leisten, sind, soweit mir bekannt, ohne Erfolg gewesen; man hat dieselben verzinnt, verzinkt, mit Theer ausgebrannt, aber die ersteren Metalle gaben stets noch genügend Angriffspunkte in dem unvollkommenen Ueberzuge und überall wird beobachtet, daß in der ersten Zeit des Gebrauches Eisen in Lösung gelangt, bis endlich eine natürlich gebildete, innere Incrustation der Röhren, jedenfalls von kohlensaurem Kalk, die weitere Lösung des Eisens völlig sistirt, oder, was ebenso erklärlich seyn dürfte, es hat sich eine haltbare Kruste von Oxyd oder Oxydoxydul erzeugt, jedenfalls findet sich später in dem der geschlossenen Wasserleitung entnommenen Wasser kein Eisen mehr vor, als in den stets vorkommenden Spuren.

Bei Bleiröhren stehen sich die Beobachtungen noch entgegen. Ein Theil verurtheilt Blei überhaupt als Material für Wasserleitungen; auf der anderen Seite liegen umfassende Untersuchungen vor, welche nachweisen daß nach kurzer Zeit des Gebrauches kein Blei mehr in Lösung gelangt. Die allgemeine Verwendung der Bleiröhren für die Leitungen im engen Röhrensysteme spricht ebenfalls für die Brauchbarkeit, jedoch sind jedenfalls die jetzt so haltbaren Röhren von Blei mit Zinnfüllung vorzuziehen.

Sehr bald wurde aber auch nachgewiesen, daß kupferne Röhren ununterbrochen Kupfer in Lösung, an das durchströmende oder sogar darin stehende Wasser abgeben.