Text-Bild-Ansicht Band 123

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Filter nach fünf Minuten dauerndem Waschen sein früheres Filtrirvermögen wieder erhält. Damit dieses Dampfwaschen (steam washing) seinen Zweck erfüllt, muß man vorher vom Filter die darin enthaltene Flüssigkeit ablaufen lassen, was in einer Viertelstunde geschehen ist.

Ein gut zugerichtetes und gut geleitetes leaf filter dauert einen Tag lang. Nachdem es erschöpft ist, wird es auseinander genommen – eine leichte Arbeit. Man nimmt die Gewichte oder Bretter weg, welche die Hürden niederhalten, löst die Schrauben, welche sie aneinander gepreßt halten, und nimmt sie dann heraus, um sie in warmem Wasser mittelst einer Art Besen oder vielmehr einer Bürste auszuwaschen. Diese Operation ist, wie man sieht, eben so schnell als leicht ausführbar und erfordert weder soviel Zeit noch soviel Arbeit wie bei den gewöhnlichen Filtern.

Den Rückstand vom Filtriren und vom Reinigen kann man etwas über dem Filterboden mittelst eines Ventils ausleeren, welches mit einer Röhre communicirt, die sich in ein kleines besonderes Reservoir, oder in die Klärpfanne entleert.

VIII. Instrument zum Messen der Stärke des wässerigen Ammoniaks (Ammoniometer); von Jos. Griffin.

Aus dem Journal de Pharmacie, März 1851, S. 196.

Gewöhnlich bestimmt man, um die Stärke oder den Gehalt des wässerigen Ammoniaks zu erfahren, seine Dichtigkeit, oder mit andern Worten seinen Aräometergrad. Da das Wasser, in welchem sich das Ammoniakgas auflöst, immer leichter wird, je mehr es von dem Gase aufnimmt, so ist die Annahme ganz natürlich, daß es um so stärker ist, je tiefer das Aräometer darin einsinkt.

Obgleich aber das Instrument, sowie es gewöhnlich graduirt ist, vollkommen genügt um die relative Stärke zweier Lösungen zu vergleichen, so ist dieß doch nicht der Fall, wenn es sich um die Bestimmung des wirklichen Gehalts einer jeden derselben handelt. Es leuchtet ein, daß die Grade für sich allein in diesem Fall nichts sagen, und daß, wenn man nicht die von Hrn. Davy berechneten Tabellen zu Hülfe