Text-Bild-Ansicht Band 123

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17) im Längendurchschnitte. Das Gewehr ist in der Ruhelage und geladen dargestellt. A ist der Schaft; B der Lauf, welcher bei a conisch gedreht und bei b mit Schraubengängen versehen ist. Innen ist dieser Theil des Laufs zur Aufnahme der Patrone C eilt wenig erweitert. Der Lauf ist in eine starke, sehr genau ausgebohrte Röhre oder Hülse D geschraubt. Diese Hülse ist oben mit einem ungefähr 4/10 Zoll breiten Schlitz c versehen, welcher sich von hinten bis zu dem Punkte e erstreckt. Aber zwischen den Punkten d und e ist so viel von der Hülse weggeschnitten, daß dadurch für die Aufnahme der Patrone eine längliche Oeffnung entsteht. E ist ein Cylinder, welcher sehr sorgfältig nach dem inneren Durchmesser der Hülse D ausgebohrt ist, worin er mit möglichst geringer Reibung gleitet. Dieser Cylinder, welcher eigentlich die Schwanzschraube des Gewehrs bildet, enthält alle übrigen beweglichen Theile des Schlosses mit Ausnahme des Drückers. Oben ist der Cylinder E mit einer prismatischen Hervorragung f und einer Handhabe g versehen, mit deren Hülfe er in der Hülse D rückwärts oder vorwärts bewegt gegen den conischen Theil des Laufes B geschlossen werden kann. Die Bewegung der Länge nach wird bewerkstelligt, indem man die Handhabe g in senkrechter Lage hält, und den Theil f in dem Schlitze c zurückzieht, wodurch die zwischen d und e befindliche und zum Laden dienliche Oeffnung frei wird. Um im Gegentheil diese Oeffnung zu schließen und die conische Mündung des verschiebbaren Cylinders E mit dem Ende des Laufs in Berührung zu bringen, muß die Handhabe so weit wie möglich vorwärts gestoßen und dann nach der rechten Seite des Gewehrs herunter gedreht werden. Bei dieser in der Abbildung dargestellten Lage schließt sich der hintere Theil der Hervorragung l an eine schwach geneigte Ebene, welche den Rand der Ladeöffnung bildet. Es erhellt aus dieser Beschreibung, daß die Hülse D genau genommen keinen andern Dienst zu verrichten hat, als den Cylinder E in seinen Bewegungen zu leiten und ihn, nachdem er gegen den Lauf gedrückt worden ist, sicher und fest an seiner Stelle zu erhalten. Der Cylinder E ist ausgebohrt; die Bohrung hat jedoch stellenweise verschiedene Durchmesser. Die Ausmündung dieses Cylinders ist conisch, so daß sie an das conische Ende des Laufs, wie das Ventil auf seinen Sitz paßt, nur daß noch ein kupferner oder messingener Ring zwischengeschoben ist, welcher gewaltsam gegen die hintere

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von 400 Yards (486 Militär-Schritte) ein Resultat, wie es mit keinem bisherigen Gewehr erreicht werden konnte. Um die größte Schußweite der Zündnadel-Muskete zu erfahren, feuerte man einmal ein Geschoß über die Themse bei Gravesend ab, eine Entfernung von mehr als einer engl. Meile (1138 1/2 Schritte).