Text-Bild-Ansicht Band 123

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4) Man schließe die Ladeöffnung, indem man die Handhabe g vorwärts schiebt und dann mit mäßiger Kraft nach der rechten Seite drückt.

5) Man schiebe das Federrohr F ganz in den Cylinder E hinein.

6) Man schultere das Gewehr, oder mache sich fertig, lege an und feure. Soll nicht sogleich gefeuert werden, so schiebe man das Federrohr nur so weit zurück, bis der erste der Haken s in die Vertiefung des Cylinders E greift, ziehe dann den Drücker und schiebe endlich das Federrohr ganz an seinen Platz. Diese Bewegung bringt das Gewehr „Hahn in Ruhe,“ so daß es nicht losgehen kann.

Um das Gewehr zu laden, ohne die Absicht zu haben unmittelbar darauf Feuer zu geben, ziehe man das Federrohr nur so weit heraus, daß der vordere Haken s in diejenige Lage kommt, welche in der Abbildung der hintere Haken einnimmt, und vollführe die Bewegungen 2 bis 5. Will man das Gewehr ganz schußfertig machen, so ziehe man das Federrohr so weit wie möglich zurück, so daß beide Haken s frei werden, und schiebe es vollends an seinen Ort. Jede der genannten Manipulationen von 1 bis 5 kann leicht in einer Secunde vollbracht werden, nur die sechste erfordert etwas längere Zeit. Bei keiner dieser Bewegungen ist die geringste Gefahr zu befürchten; denn die Handhabe kann nicht losgemacht, mithin auch die Ladeöffnung nicht geöffnet werden, bevor das Federrohr und mit ihm die Nadel zurückgezogen ist, und das Federrohr mit der Nadel kann nicht eher ganz an seinen Ort geschoben werden, als bis der Cylinder E ganz an die Hülse schließt. Mit andern Worten, man kann das Gewehr nicht laden, während der die Explosion veranlassende Mechanismus wirksam seyn kann, und man kann es nicht abfeuern, so lange irgend eine der mit dem Laden verbundenen Bewegungen noch zu vollbringen ist. In gespanntem Zustande geht das Gewehr sehr leicht los, weil es alsdann durch den Einfallhebel x gehalten wird, indem dieser in den vorbersten von den unteren Zähnen der Nuß o greift, welcher gerade und glatt ist; aber der zweite Zahn ist unter einem solchen Winkel geschnitten, daß es unmöglich ist, der vereinigten Kraft der Spiralfeder und der Feder z gegenüber, ihn auszulösen, ohne den Hacken des Einfallhebels abzubrechen.

Fig. 12 stellt das nämliche Gewehr mit etwas verändertem Mechanismus weder geladen noch gespannt dar. A ist der Schaft, B der Lauf, welcher bei a conisch zuläuft und bei b in die Hülse oder Röhre D geschraubt ist. Diese Hülse ist mit einem länglichen rectangulären Schlitz c und einer Ladeöffnung versehen, die sich jedoch nicht an der