Text-Bild-Ansicht Band 123

Bild:
<< vorherige Seite

sie sich acht bis zehn oder mehr Schritte von einander auf. Im letzteren Falle sind sie angewiesen, sich durch jedes in ihrem Wege befindliche Object zu decken und nie zu feuern, ohne aufs Korn zu nehmen; feuern sie im Liegen, so pflanzen sie ihre kleinen Säbel in den Boden und benutzen den Quergriff zum Auflegen des Gewehrs. Alle Exercitien mit diesem Gewehre sind äußerst vereinfacht, und jede Sorgfalt ist darauf verwendet, den Soldaten zu einem guten Schützen zu machen, der vollkommen fähig ist, alle durch die Vorzüge dieses Gewehres dargebotenen Vortheile zu verwirklichen.

XIX. Die Benutzung der aus den Verkohkungsöfen entweichenden brennbaren Gase zur Dampferzeugung.

Mit Abbildungen auf Tab. II.

Die Benutzung der aus den Verkohkungsöfen abziehenden brennbaren Oase (welche bereits im polytechn. Journal Bd. CXVI S. 446 besprochen wurde) ist ein Gegenstand von großer Wichtigkeit. Man erlangt nicht allein auf Eisenhütten dadurch eine wohlfeile Triebkraft, besonders für Gebläse und Gichtzüge, sondern auch in den Steinkohlengruben, in der Nähe von deren Schächten Verkohkungsöfen für Hüttenwerke und Eisenbahnen bestehen, kann man dadurch die Förderungs-, Wasserhebungs- und Fahrmaschinen auf eine wohlfeilere und bessere Art in Betrieb setzen als es jetzt der Fall ist. Es wird daher nachstehende genaue Beschreibung der Verkohkungsöfen mit Dampfkessel und des Betriebes derselben vielen Lesern willkommen seyn; sie ist aus Valerius' Traité de la Fabrication de la fonte (Bruxelles 1851) und aus den Annales des mines, 1ste Lief. 1851 entnommen.

Fig. 17 stellen ein Gemäuer mit acht Oefen nebst Kessel bar, welcher den Dampf für eine Maschine von 80 Pferdekräften liefern kann. Fig. 1 Längenaufriß; Fig. 2 Grundriß; Fig. 3 senkrechter Längendurchschnitt nach AB; Fig. 4 horizontaler Durchschnitt nach CD in Fig. 3; Fig. 6 Endansicht des Ofengemäuers; Fig. 7 horizontaler Durchschnitt nach EF in Fig. 1; Fig. 5 Querdurchschnitt durch die Achse eines Ofens.