Text-Bild-Ansicht Band 118

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Portion Zinn oxydirt u.s.f. Diese Processe wiederholen sich, bis fast alles Zinn in Oxyd verwandelt und mit Natron verbunden ist. Die Masse im Topf wird endlich in Wasser aufgelöst und die klare Flüssigkeit, welche das Zinnoxyd-Natron enthält, abgedampft.

6. Man kann zur Bereitung des Zinnoxyd-Natrons anstatt des Schwarzzinns auch das Zinnoxyd verwenden, welches man erhält, wenn man metallisches Zinn in einem eisernen Gefäß bis zum Rothglühen erhitzt, sorgfältig umrührt und einen Strom Wasserdampf darüber leitet. Dieses reine Zinnoxyd behandelt man auf oben angegebene Weise mit Aetznatron.

7. Wenn man Zinnoxyd-Kali erhalten will, ersetzt man bei den beschriebenen Verfahrungsarten das Aetznatron, den Natronsalpeter und das Kochsalz durch die äquivalente Menge Aetzkali, Kalisalpeter und Chlorkalium.

8. Nach den beschriebenen Methoden kann man auch Zinnoxyd-Kalk bereiten, indem man das Aetznatron durch Kalkhydrat, den Natronsalpeter durch salpetersauren Kalk und das Kochsalz durch salzsauren Kalk ersetzt.

Den Natron-Kalk benutzt man zur Gewinnung von Zinnoxyd welches in Säuren auflöslich ist; hiezu braucht man ihn nur mit der geeigneten Menge Salzsäure zu behandeln, welche den Kalk auflöst und das Zinnoxyd zurückläßt.

9. Um Zinnoxyd zu erhalten, dienen auch folgende Methoden: a) Man leitet durch eine Auflösung von Zinnoxyd-Natron einen Strom Kohlensäure, die sich mit dem Alkali verbindet und das Zinnoxyd abscheidet, welches man nur auszuwaschen und auf einem Filter zu sammeln hat. b) Man versetzt eine Auflösung von Zinnoxyd-Natron mit der zur Sättigung des Alkalis erforderlichen Menge Schwefelsäure oder Salzsäure. c) Man versetzt eine Auflösung von Zinnoxyd-Natron mit Natron-Bicarbonat oder zweifach-schwefelsaurem Natron.

10. Um Zinnchlorid zu bereiten, löst man das nach einer der erwähnten Methoden aus Zinnoxyd-Kalk oder Zinnoxyd-Natron abgeschiedene Zinnoxydhydrat in Salzsäure auf.