Text-Bild-Ansicht Band 153

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Die verticale und horizontale Feinstellung werden durch die Mikrometerschrauben L und M bewerkstelligt. – Zum Einstellen aus dem Groben dienen die Fußschrauben S, S₁, S₂. Die kugelförmigen Enden derselben werden in radiale Vertiefungen des Stativtellers gesetzt, und durch die federnde Stahlplatte F dagegengedrückt, indem man den Schlüssel G vorschiebt und umdreht, so daß er in den Haken II des Statives eingreift (Fig. 5).

Gebrauch des Nivellirinstrumentes ohne Berichtigung.

Man stellt die verticale Drehungsachse nach dem Augenmaaße beiläufig senkrecht und zieht die Schrauben D, D₁ an, nachdem der Anschlagzapfen P mit dem Anschlag E zur Berührung gebracht wurde. Nun richtet man das Fernrohr auf die Nivellirlatte, bringt die Libelle zum Einspielen mittelst einer der Schrauben S oder L und liest die Stellung des Fadenkreuzes ab. – Alsdann wiederholt man die Operation, nachdem man das Fernrohr in seinen Lagern gedreht hat bis zur Berührung von Q mit E₁. Das Mittel zwischen beiden Ablesungen entspricht dem Punkte der Nivellirlatte, welche die optische Achse des Fernrohres bei genau horizontaler Lage treffen würde.

Berichtigung des Instrumentes.

Man berichtigt das Fadenkreuz, indem man es so stellt, daß es bei einer Drehung des Fernrohres in seinen Lagern immer beim nämlichen Punkte des Bildes erscheint. Nun stellt man die verticale Drehungsachse des Instrumentes annähernd senkrecht, am besten mit Hülfe der Libelle, indem man zuerst die Schraube L so stellt, daß die bei O auf der Ocularseite gezogenen Querstriche coincidiren und sodann die Fußschrauben S₁ und S₂ dreht, bis die Libelle in der Richtung SS₁ und SS₂ einspielt (die Schraube 8 ist mit keinem Kopfe versehen, weil eine Drehung derselben im Allgemeinen überflüssig ist, und namentlich dann besser vermieden wird, wenn man mit constanter Höhe des Instrumentes arbeiten will; eine nöthig scheinende Drehung wird mittelst eines Stiftes bewerkstelligt). – Nun stellt man in einer Entfernung von einigen hundert Fuß eine Nivellirlatte auf und visirt nach derselben bei den oben bezeichneten beiden Stellungen des Fernrohres und der Libelle, nachdem man letztere jedesmal mittelst der Schraube L zum scharfen Einspielen gebracht hat. Sind die beiden Zielpunkte von einander verschieden, so stellt man (mittelst L) das Fernrohr genau auf den dazwischen liegenden Punkt ein und bringt die Libelle wieder mittelst der Correctionsschrauben bei Q zum Einspielen. – Der Sicherheit halber wiederholt man diese Operation nochmals.