Text-Bild-Ansicht Band 154

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Derselbe Chlorkalk gab nach Mohr 15,79 Proc. Chlor, nämlich:

100 Millil. Chlorkalklösung,
50 „ arsenige Säure,
5,5 „ Jodlösung (Vol. gegen Vol.),
–––––––––––
demnach 44,5 Millil. AsO₃
44,5 × 0,00355 = 15,79.

Eine vorräthige Chlorkalklösung C.

I. 5 Millil. davon mit 10 Millil. K J versetzt, brauchten 22,2 Millil. NaO, S₂O₂ zur Entfärbung;

II. 1 Millil. davon mit 3 Millil. KJ, brauchten 4,42 Millil. NaO, S₂O₂ (4,42 × 5 = 22,1).

Bei einer anderen Versuchsreihe brauchte ich zu je 5 Millil. einer mit

10 12 15 und 12,5 Millil. K J versetzten Lösung
22,6 22,5 22,6 22,5 NaO, S₂O₂.

Die Uebereinstimmung der Resultate und die Brauchbarkeit der Methode ist daher genügend dargethan.

Es braucht kaum angeführt zu werden, daß man die jodhaltigen Flüssigkeiten zu sammeln und daraus von Zeit zu Zeit das Jod abzuscheiden und wieder in Jodkalium zu verwandeln hat.

XXXI. Kleine Beiträge zur Gährungschemie, insbesondere zur Chemie und Technik des Weines; von E. Friedr. Anthon, technischer Chemiker in Prag.

(Fortsetzung von Bd. CLIII S. 389.)

VIII. Ueber die Güte des Stachelbeerenweins.

So bekannt es auch ist, daß der Stachelbeerenwein, je nach der Art seiner Herstellung eine verschiedene Güte erlangen kann und nur zu oft einen höchst unangenehmen Beigeschmack zu erkennen gibt, so ist der Grund davon doch noch nicht mit Sicherheit ermittelt und die Ansichten hierüber sehr verschieden.

Während die Einen der Ansicht sind, daß der Grund hiervon in Stoffen liege, welche bloß – oder doch hauptsächlich – in den Kernen und Hülsen enthalten seyn sollen und diese daher sobald als möglich vom Moste getrennt wissen wollen, sind Andere der Meinung, daß der Wohlgeschmack