Text-Bild-Ansicht Band 162

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können jene schmelzen und die Poren der Kohle verstopfen; dieser Fehler kann aber selbst bei der Anwendung einer zu hohen Temperatur vermieden werden, indem man aus der Kohle vor dem Glühen die kieselsauren Verbindungen und Alkalien durch Säuern und hinreichendes Waschen mit reinem Wasser entfernt.

Smela, im Gouvernement Kiew in Rußland, den 6. August 1861.

Louis Walkhoff.

IX. Eine verbesserte Smee'sche galvanische Batterie; von Dr. Paul Bronner in Stuttgart.

Aus dem württembergischen Gewerbeblatt, 1861, Nr. 36.

Mit Abbildungen auf Tab. I.

Die sogenannte Smee'sche Batterie besteht bekanntlich aus platinirtem Silber und amalgamirtem Zink, beide in verdünnte Schwefelsäure tauchend, ohne poröses Gefäß. Sie ist für technische Zwecke empfehlenswerth, da sie eine volle Woche und unter gewissen Umständen noch länger in Thätigkeit bleiben kann, wenn man sie nur mit der nöthigen Säure speist, da sie für viele Fabrikzwecke kräftig genug ist, keine giftigen Gase und Dämpfe aushaucht und sehr geringe Unterhaltungskosten verursacht. Dagegen sind die Anschaffungskosten sehr hoch. Statt reinen Silbers kann man zwar ohne Nachtheil für die Stromstärke sogenanntes Plaqué, am besten Doppelplaqué (Doublé) nehmen; um das an den Schnittflächen zu Tage tretende Kupfer zu bedecken, versilbert man die Platten und platinirt sie dann. Bedenkt man aber, daß, falls man reines Silber genommen hat, dieses immer seinen Werth behält, so daß eigentlich nur die Zinsen der Anschaffungskosten für das Silber verloren gehen, während Plaqué nicht mehr gut verwerthbar ist, so wird man sich noch eher für Silber entschließen.

Soll die Smee'sche Batterie einigermaßen kräftig seyn, so muß das Silber nothwendig platinirt werden; auch ist es zweckmäßig, dasselbe nicht in dem glatten Zustande anzuwenden, wie es das Walzwerk verläßt, sondern es zuerst auf mechanischem oder chemischem Wege rauh zu machen, d.h. durch Abreiben mit Smirgelpapier oder durch