Text-Bild-Ansicht Band 163

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zu Grunde, in welcher a die Oberfläche der Röhre in Quadratfußen, w die in einer Stunde vorbeigeleitete Quantität Wasser in Pfunden, und V und v die Differenzen zwischen den Temperaturen einerseits des Raumes im Innern der Dampfröhre und andererseits des Kühlwassers bei seinem Aus- und Eintritt bezeichnen. Die Versuchsresultate des Verf. sind im Wesentlichen folgende:

1) Die Spannung ist in allen Theilen des luftverdünnten Raumes nahezu dieselbe.

2) Es ist gleichgültig, in welcher Richtung gegen die des Dampfes und des Condensationswassers das Kühlwasser fließt.

3) Die Temperatur ist in allen Theilen des luftverdünnten Raums nahezu dieselbe.

4) Der Leitungswiderstand übt seinen Einfluß beinahe nur auf die Wasserschicht aus, welche äußerlich und innerlich mit der Röhrenwand in unmittelbarer Berührung sich befindet. Das Material der Röhre, sowie ihre Wanddicke, insofern sie innerhalb der gewöhnlichen Ausführungsgrenzen liegen, sind in Bezug auf den Leitungswiderstand ziemlich gleichgültig.

5) Die Leitungsfähigkeit wächst bis zu einer gewissen Grenze mit der Geschwindigkeit, mit welcher das Kühlwasser vorbeigeführt wird.

6) Die Leitungsfähigkeit kann für ein und dasselbe Wasserquantum im concentrischen Raume dadurch gesteigert werden, daß man demselben vermittelst eines schraubenförmig gewundenen Drahtes eine rotirende Bewegung giebt.

Schließlich berichtet der Verf. auch über die Wirkung der atmosphärischen Luft als Kühlmittel. Nach seinen Versuchen ist in diesem Falle die Leitungsfähigkeit eine sehr geringe, und er gelangt zu dem Schluße, daß die Anwendung der atmosphärischen Luft zur Condensation des Dampfes nur unter ganz besonderen Umständen möglich sey. (Mechanics Magazine), November 1861, S. 324; polytechnisches Centralblatt, 1862 S. 214.)

Ueber das Schweißen von Schmiedeeisen.

Beim Anätzen von Schienendurchschnitten zeichnen sich die Stäbe, aus denen die Schienenpackete zusammengesetzt waren, durch feine schwarze Umgrenzungslinien aus. Es sind dieß aller Wahrscheinlichkeit nach nichts Anderes als Reste von Hammerschlag und Schlacke, die bei dieser Anordnung nicht herausgepreßt werden konnten. Ganz ausgezeichnete Resultate soll das Bestreichen der Schweißstellen mit concentrirter Wasserglaslösung liefern, das ein besonders leichtflüssiges Glas ergibt. Bei größeren Maschinentheilen etc., kurz überall, wo die Innigkeit der Schweißung von Wichtigkeit ist, sollte man die geringen Mehrkosten gegenüber dem Sande etc. nicht scheuen. Dr. H. Schwarz. (Breslauer Gewerbeblatt, 1862, Nr. 3.)

Verbleien von Kupfer oder Messing.

Bringt man Kupfer- oder Messingblech mit ganz reiner metallischer Oberfläche in eine heiße Lösung von Bleioxyd in alkalischer Lauge, und berührt das Blech mit einem Stück Zinn, so überzieht es sich sogleich mit einer Bleischicht, während das Zinn sich löst und zinnsaures Alkali bildet. Das Verfahren von Häffely zur Darstellung von zinnsauren Alkalien besteht bekanntlich darin, fein zertheiltes Zinn mit einer Lösung von Bleiglätte in Alkali zu kochen. Aendert man dieses Verfahren in der angegebenen Weise ab, so wird das Blei der Lösung nicht, wie bei Häffely's Verfahren, schwammförmig, sondern auf der ganzen Oberfläche des Blechs im cohärenten Zustande abgeschieden. Bringt man Blech, das theilweise verzinnt ist, in die heiße alkalische Bleilösung, so ist eine Berührung mit Zinn natürlich unnöthig, und das Blech überzieht sich sogleich auf der ganzen Oberfläche mit einer Bleischicht, jedoch von ungleichförmiger Dicke, an den vorher verzinnt gewesenen Stellen nämlich wesentlich stärker, als an den anderen. Es scheint hierdurch die Möglichkeit gegeben, eine Bleischicht von hinreichender Dicke zu erhalten, um eine technische Anwendung (Herstellung von kupfernen verbleiten Gefäßen zur