Text-Bild-Ansicht Band 165

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Magnesia.
Magnesia Kieselsäure
Singulosilicat (3MgO + SiO³) 1 0,770
oder
kohlens. Magnesia
(krystallisirt. Magnesit).
Quarz
(chemisch reiner).
1 0,367
Magnesia Kieselsäure
Bisilicat (3MgO + 2SiO³) 1 1,540
oder
kohlens. Magnesia Quarz
1 0,734
Magnesia Kieselsäure
Trisilicat (MgO + SiO³) 1 2,309
oder
kohlens. Magnesia Quarz
1 1,100
Thonerde.
Thonerde
(künstliche, chemisch reine)
Quarz
(chemisch reiner)
Singulosilicat (AlO³ + SiO³) 1 1,801
Bisilicat (AlO³ + 2SiO³) 1 3,601
Trisilicat (AlO³ + 3SiO³) 1 5,402

Nachdem sämmtliche vorstehende Silicate der dunklen Rothglühhitze ausgesetzt worden waren, zeigte sich keines derselben geschmolzen.

Als die Hitze so weit gesteigert wurde, daß Gußeisen zum Schmelzen kam, waren zu einer glasartigen Masse zusammengeschmolzen:

1) das Eisen-Singulosilicat
2) das Eisen-Bisilicat gleichfalls,
jedoch nicht so vollständig
Schmelzen in der
Gußeisenschmelzhitze

Als hierauf die Hitze so weit gesteigert wurde, daß Gußstahl zum Schmelzen kam, waren zu einer glasähnlichen Masse zusammengeschmolzen:

3) und 4) das Kalk-Singulosilicat und Kalk-Bisilicat, welches
letztere etwas leichtflüssiger erschien
Ferner waren geschmolzen, wenn auch sichtbar eine zähere Masse bildend
5) das Kalk-Trisilicat, welches sich daher merklich strengflüssiger als
das Kalk-Singulosilicat und Bisilicat erweist
Geschmolzen war, nebenbei bemerkt
6) der Eisenspath für sich, welcher leichter schmilzt als
7) das Eisen-Trisilicat






schmelzen in
Gußstahlschmelzhitze

Als das Eisentrisilicat im Vergleich zu den genannten Silicaten und den folgenden Magnesiasilicaten kürzere oder längere Zeit der Gußstahlschmelzhitze ausgesetzt wurde, zeigte es sich merklich strengflüssiger als das Kalktrisilicat, aber leichtflüssiger als die Magnesiasilicate.