Text-Bild-Ansicht Band 169

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an. – Schneidet sich körnig mit rauher Schnittfläche. – Der Bruch ist erdig. – Haftet an der Zunge. – Zerfällt in Wasser unter Entwickelung von Luftbläschen, die mit singendem Zischen entweichen; gibt, damit angefeuchtet, eine bindende Masse.

Knirscht beim Reiben in dem Achatmörser bedeutend. – Braust, mit Säure übergossen, nicht; damit digerirt, wird merklich Eisen wie Kalk ausgezogen.

Wird dunkler beim Glühen über der Weingeistlampe; enthält daher organische Reste.

Bestimmung des Grades der Strengflüssigkeit (Feuerfestigkeit) und des Bindevermögens (Magerkeit oder Fettigkeit).

a) Des rohen Thones.

Auf Grund des in diesem Journal (Bd. CLIX S. 54, und Bd. CLXI S. 208 und 291) beschriebenen Verfahrens geprüft, wornach die Menge des chemisch reinen Quarzzusatzes das Maaß für die Strengflüssigkeit des Thones im umgekehrten und für das Bindevermögen im geraden Verhältniß gibt, ist der fragliche Thon der bezeichneten Gußstahlschmelzhitze ausgesetzt:

völlig großblasig, aufgebläht.

In geringerer Hitze, lebhafter Ofenrothglühhitze,

schwindet er wenig, ohne zu reißen oder zu springen, zu einer gelblichen, steinartigen, anhaftenden Masse.

Pröbchen Nr. 1 (d.h. versetzt mit 1 Theil chemisch reinem Quarzpulver) Gußstahlschmelzhitze ausgesetzt, ist

aufgeschwellt und von fast rein weißer Farbe. – Die nachtheilige Einwirkung des Eisens in dem Thone ist kaum noch sichtbar, was sich aus der verhältnißmäßig bedeutenden Zunahme der Strengflüssigkeit der Eisensilicate mit der steigenden Menge der Kieselsäure erklärt.

Pröbchen Nr. 2 (d.h. versetzt mit 2 Th. Quarzpulver etc.) ist fast nicht aufgeschwellt.

Pröbchen Nr. 3 ist

wenig glasirt, und Stourbridge Nr. 1 (d.h. dem besten Stour-bridge-Thon versetzt mit 1 Th. Quarzpulver) gleich zu setzen.

Pröbchen Nr. 4 ist körnig etc.

Statt des Garnkirker Thones, als Normalthon, wurde der von Stourbridge genommen, welcher in der bezeichneten Gußstahlschmelzhitze folgendes Verhalten ergab: