Text-Bild-Ansicht Band 169

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II. Dunkelgefärbter Thon.

Das Vorkommen desselben ist ähnlich wie das des vorigen Thones.

Physikalische Eigenschaften. – Ist von blaugrauer Farbe; enthält nicht selten kleine Nester von Roth- und Gelbeisenstein. – Fühlt sich fettig und zart an. – Schneidet sich glatt mit glänzender Schnittfläche. – Der Bruch ist unvollkommen muschlig und es zeigen sich vereinzelte Ablösungen. – Haftet an der Zunge. – Zerfällt in Wasser langsam unter sparsamer Entwickelung von Luftbläschen; gibt, damit angefeuchtet, eine sehr bindende, plastische Masse.

Knirscht beim Reiben in dem Achatmörser unmerklich; zwischen die Zähne gebracht, ist Staubsand wahrzunehmen.

Braust nicht in Säure; damit digerirt, wird viel Eisen und Kalk ausgezogen.

Schwärzt sich beim Glühen über der Weingeistlampe; enthält daher organische Reste.

Bestimmung des Grades der Strengflüssigkeit und des Bindevermögens (wie oben).

a) Des rohen Thones.

In Gußstahlschmelzhitze

bläht er sich völlig auf zu einer blasigen Masse.

In Kirschrothglühhitze

schwindet er beträchtlich (von 100 auf circa 80) zu einer steinigen, dunkelgefärbten, kaum anhaftenden Masse, welche viele Risse und Sprünge zeigt.

Pröbchen Nr. 1 ist aufgebläht und von schmutzig gelber Farbe.

Nr. 2 ist noch aufgebläht.

Nr. 3 ist glasirt.

Nr. 4 nähert sich Stourbridge Nr. 1 etc.

Seine Strengflüssigkeit ist demnach nahezu = 4, d.h. er ist um circa 3 Grade leichtflüssiger als der Stourbridge-Thon.

Sein Bindevermögen ist = circa 7, d.h. er gehört zu den sehr bindenden, fetten Thonen.

b) Des geschlämmten Thones.

Der Thon wurde wie oben geschlämmt, wobei im Mittel aus zwei Bestimmungen, nach längerem Erweichen des Thones durch Kochen und kräftiges Abspülen der thonigen Theile, 26 Proc. Schlämmrückstand verblieben.