Text-Bild-Ansicht Band 169

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man einem neuen Hahnen gleich die in Fig. 14 abgebildete Form, so wird derselbe nicht nur bei mäßigem Anziehen der Hahnenmutter dicht seyn, sondern er wird auch nach stattgefundener Abnützung nachrücken können, und das spätere Nachziehen der Mutter wird immer von demselben guten Erfolge begleitet seyn.

Sorgt man nun noch durch zeitweiliges Abputzen und Einfetten des Hahnenkernes dafür, daß sich an demselben kein Wasserstein (bei geschlossenem Zustande des Hahnen) ansetzt, welcher beim Drehen desselben concentrische Riefen oder Rinnen in die Hülse einreiben könnte, so wird man nie über Undichtheit eines Hahnen zu klagen haben.

Zum Einfetten dient am besten eine Salbe, welche aus 1 Theil Wachs, 1/2 Theil Talg und 1/2 Theil reinem Oliven- oder Mandelöl besteht. Das Nachschleifen eines Hahnen wird, wenn nöthig, beliebig oft und jedesmal mit Erfolg vorgenommen werden können, ohne daß man den Uebelständen begegnet, welche bei der bisherigen Hahnenform unvermeidlich sind.

Möchten die vorstehenden Bemerkungen von recht Vielen zu ihrem Vortheile beachtet werden, insbesondere auch von denjenigen, welche conische Frictionskuppelungen ausführen oder mit conischen Ventilen zu schaffen haben, denn auch auf diese Gegenstände beziehen sich die obigen Bemerkungen vollständig.

Augsburg, im Juni 1863.

XXXVIII. Tangye's verbesserter Differenz-Flaschenzug.

Aus dem Mechanics' Magazin vom 29. Mai 1863, S. 392.

Mit Abbildungen auf Tab. III.

Hr. Tangye in Birmingham ließ sich eine Verbesserung an dem Differenz-Flaschenzuge von Weston 32) patentiren, welche den Zweck hat, denselben auch zum Heben von größeren Lasten anwendbar zu machen. Mit der Rollenachse ist ein Zahnrad verbunden, in welches ein gezahntes Getriebe eingreift, dessen Achse parallel mit der Rollenachse liegt. Auf

32)

Beschrieben im polytechn. Journal Bd. CLXI S. 169.