Text-Bild-Ansicht Band 169

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Schließlich erwähne ich noch die Analysen verschiedener, wenn auch weniger bekannten Kaoline und eines rothen Thones der Provinz Almeria in Spanien, analysirt von Terreil (dieses Journal Bd. CLXV S. 440):

Kaolin
von Almanzor.
Kaolin
von Moabdil.
Gewöhnlicher
rother Thon.
Sehr feiner
rother Thon.
O O O O
Thonerde 31,07–14,52 30,13–14,08 35,42–16,56 48,26–22,56
Kieselsäure 37,99–19,72 47,17–24,49 26,84–13,94 15,17– 7,88
(im Ganzen)

A. Terreil bemerkt von dem rothen Thon, daß er sich durch seine Zusammensetzung von den gewöhnlichen Thonen unterscheide; er enthalte viel Thonerde und wenig Kieselerde, daher er im höchsten Grade feuerbeständig sey.

Unter den vielen herrschenden entgegengesetzten Ansichten, welche der Kieselerde die Hauptrolle beimessen, steht die ausgesprochene vereinzelt da, woran sich nur wenige ähnliche, so von Leschen und Andeutungen von Anderen, anschließen.

Verhältnißmäßig kommen demnach unter den wegen der ausgezeichnetsten Feuerfestigkeit sehr gesuchten englischen Thonen die meisten basischen Thonsilicate vor; wir finden jedoch auch solche, und gerade unter den berühmten, in Deutschland, in Böhmen, in Belgien, in Frankreich etc.

(Der Schluß folgt im nächsten Heft.)

CXIX. Untersuchung der Braunkohle von Ellbogen in Böhmen hinsichtlich ihrer Verwendbarkeit zur Photogen- und Paraffinfabrication; von Dr. Georg Thenius, Chemiker aus Dresden.

Die mir von der Photogen- und Paraffinfabrik zu Ellbogen in Böhmen zur näheren Untersuchung übergebene Braunkohle wird, wie ich mich persönlich überzeugte, in verschiedenen Schächten der Umgebung von Ellbogen bei Carlsbad bergmännisch gewonnen und gehört zu den sogenannten Pechkohlen, welche sich schon durch ihr schönes, glänzend schwarzes Aussehen auszeichnen. Die zu Tage geförderte Kohle ist, wie gewöhnlich, theils in größeren, theils in kleineren Stücken, so wie die sogenannte Lösche, um deren Untersuchung es sich eigentlich hier handelte, indem