Text-Bild-Ansicht Band 151

Bild:
<< vorherige Seite

eine Oeffnung, durch welche die Körner, nachdem sie durch die Maschine gegangen sind, in den Canal n gelangen, um dann in einer beliebigen Richtung fortgeschafft zu werden.

Der Betrieb der Maschine ist folgender: das Getreide wird in den Trichter b geschüttet und fällt auf den beweglichen Trichter c, durch dessen schnelle rotirende Bewegung es zwischen den beiden geriffelten Oberflächen aufwärts getrieben wird, und tritt an dem höchsten Punkt in den Cylinder ein. In demselben gehen die Körner stufenweis nieder, und werden auf ihrem Wege der Einwirkung der Drahtschläger ausgesetzt, welche durch die rasche Drehung der Spindel auswärts gezogen, die Unreinigkeiten gegen das Sieb stoßen, welches sie in Folge des starken Windstroms, den die rasche Bewegung der Schläger erzeugt, nebst den feinen Faser der Keimchen sogleich abführt. Hierauf fallen die Körner in den ringförmigen Canal o, in welchem sie durch die Reiniger p herumgeführt werden, treten bei m aus dem Cylinder und fallen dann durch den starken, vom Ventilator i erzeugten Windstrom (der die noch vorhandenen Unreinigkeiten durch den Canal k forttreibt) in den trichterförmigen Kasten n, um zu den Mühlsteinen oder sonst wohin geleitet zu werden.

Das Gewicht der hängenden Drähte, welche die Schläger bilden, und die Geschwindigkeit, womit sie umgetrieben werden, müssen natürlich mit der Festigkeit der Körner im Verhältniß stehen, damit dieselben nicht zerquetscht oder beschädigt werden können. Indem die fallenden Körner fortwährend allenthalben von den Schlägern getroffen werden, sind sie einer Reibung ausgesetzt, welche im Verein mit dem Blasen des Ventilators, alle Unreinigkeiten entfernen und ihre Oberfläche vollkommen reinigen muß. Die Maschine erfordert überdieß nur wenig Kraft, ist einfach und dauerhaft construirt und leicht zu repariren.

XXVI. Neue Musmaschine, nach Bentall's Patent gebaut von J. Pintus.

Mit Abbildungen auf Tab. II.

Der Zweck der hier zu beschreibenden Musmaschine ist die Zerkleinerung der Wurzelgewächse zum Behufe der Viehfütterung. Es wird von dem Landwirthe die Bedingung gestellt, daß die Maschine die Wurzeln