Text-Bild-Ansicht Band 151

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2) Aus 1 Tonne Torf, in Schachtöfen destillirt:

Sh. Pence.
22 Quart Oel 18 4
1 1/2 Pfund Paraffin 1 10 1/2
––––––––––
20 2 1/2
abzuziehen 1 Tonne Torf 3
––––––––––
17 2 1/2

An beiden Summen kommen natürlich noch die Kosten für Arbeitslöhne, Chemikalien etc. in Abzug.

II. Blätterkohlen.

Außer dem besprochenen Rohmaterial wird gegenwärtig auch der auf der Hebrideninsel Mull vorkommenden sogenannten South Boghead Coal große Aufmerksamkeit geschenkt und es hat sich zu deren Ausbeutung bereits eine Gesellschaft gebildet.

Die dortigen Lager liefern drei Qualitäten von Blätterkohle. Nr. I enthält 19,51, Nr. II 52,8, Nr. III 73,3 Proc. flüchtiger Bestandtheile.

Nr. II gab, bei niedriger Temperatur destillirt,

2,7 Proc. leichtes Oel und

9,5 Proc. schweres Oel, welches 1,3 Paraffin enthielt.

Nr. III gab bei demselben Verfahren

2,3 Proc. leichtes Oel und

36,7 Proc. schweres Oel, welches 1,9 Paraffin enthielt.

Paraffinkerzen. – Die Werke auf den Hebriden liefern das Paraffin als Halbfabricat an Hrn. J. K. Field in London ab, welcher nach seinem patentirten Verfahren (polytechn. Journal Bd. CXLIII S. 466) daraus sehr schöne Kerzen macht, denen es aber an Härte fehlt, so daß sie bei heißer Witterung sich biegen; diesem Fehler ist er jetzt abzuhelfen bemüht. Es steht übrigens fest, daß das im Sommer fabricirte Paraffin einen bei weitem höheren Schmelzpunkt hat, als das im Winter dargestellte, weil bei niederer Temperatur mit dem Paraffin Kohlenwasserstoffe krystallisiren, welche schon bei 28° R. schmelzen. Rein krystallisirt das Paraffin aus Oelen von 0,860 spec. Gew. bei 0° heraus; am Besten ist es daher nach meiner Ansicht, dasselbe in Kellern von möglichst gleicher Temperatur auskrystallisiren zu lassen.18) Den auf dem Kontinent erzeugten

18)

Man s. Wagenmann's Verfahren zur Fabrication der flüssigen Kohlenwasserstoffe und des Paraffins im polytechn. Journal Bd. CXXXV S. 138 und Bd. CXXXIX S. 302.