Text-Bild-Ansicht Band 151

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derselben zur Länge des Papiers senkrechten Linie liegen. Jeder dieser Durchschläge läßt sich durch einen Druck des Fingers auf eine ihm entsprechende Taste einzeln in die Höhe heben. Der Druck des Fingers auf die Taste bringt – außer dem Heben des entsprechenden Durchschlags, um das Papier zu durchlochen – nach einander zwei verschiedene Bewegungen hervor: erstens hebt er eine Zange, welche das Papier in der Lage, worin es sich eben befindet, festhält; zweitens bewegt er den Rahmen mit den drei Durchschlägen vorwärts. Bei dieser Vorwärtsbewegung nimmt derjenige Durchschlag, welcher in die Höhe gehoben war, das Papierband mit und rückt es um die gewünschte Strecke von seiner Stelle. Während der rückgängigen Bewegung der Taste, welche stattfindet wenn der Finger nicht mehr aufdrückt, fixirt zuerst die Zange das Papier, sodann fällt der Rahmen in seine normale Lage zurück. Die zwei äußeren Tasten und Durchschläge dienen zum Ausschlagen der Löcher, welche in ihrer Gruppirung die Buchstaben repräsentiren. Die Taste und der Durchschlag in der Mitte dienen zum Ausschlagen der kleineren Löcher, welche die Intervalle zwischen zwei aufeinander folgenden Buchstaben bezeichnen. Die Durchlöcherungen des Bandes gestalten sich demnach auf folgende Weise:

Textabbildung Bd. 151, S. 420

Durch einen sehr einfachen Zusatz macht man den Perforator geeignet, nach einer entfernteren Station neuerdings eine Depesche zu entsenden, welche dort gedruckt empfangen wird, ohne dieselbe übersetzen, selbst ohne ihren Sinn verstehen zu müssen. Man leitet nämlich das bedruckte Band zwischen zwei Walzen, wovon die eine die Bewegung einer Schraube aufnimmt, welche aus freier Hand so gedreht wird, daß die Zeichen der Depesche der Reihe nach unter den Augen des Telegraphisten vorübergehen. Mit der rechten Hand drückt man auf die Tasten des Durchlöcherungsapparates, während man mit der linken Hand die Schraube in Umdrehung setzt. In dem Maaße nun, als die Zeichen der Reihe nach zu Gesicht kommen, drückt man die den Punkten oder Buchstaben entsprechenden Tasten nieder. Es ist dieses eine ganz mechanische Operation, welche beinahe gar keine geistige Anstrengung erfordert. In der Wirklichkeit wird an dem gebräuchlichen Alphabete nichts geändert. Man kann die Bestimmung treffen, daß die Punkte auf der einen Seite des Bandes die kurzen Zeichen und die Punkte auf der andern Seite die gestreckten Zeichen des üblichen Alphabetes vorstellen, während die Ordnung der