Text-Bild-Ansicht Band 159

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Würde daher dieser Glassatz im ersten Ofen bei gleicher Intensität des Feuers geschmolzen worden seyn, so wäre der Verbrauch pro 1 Pfd. Glas gewesen (27,14 . 105)/1800 = 1,5832 Pfd. Holz, während bei dem ersten Glassatz dieser Verbrauch nur 0,9917 Pfd. war; es ist folglich die Schmelzbarkeit des zweiten Satzes um 37 Proc. geringer als diejenige des ersten.

Da aber 27 Stunden Schmelzzeit nicht bloß wegen der Transmission der Ofenwände, sondern auch wegen der Arbeitsvertheilung in der Glasfabrication höchst ungünstig sind, so mußte durch einen größern Holzverbrauch und damit hervorgebrachte höhere Ofentemperatur die Schmelzzeit verkürzt werden.

Folgende Schemen zeigen am besten wie dieser Zweck erreicht wurde.

Im ersten Ofen wurden in der Stunde (Zeiteinheit) consumirt
105 Pfd. Holz à 3877

= 407,085 W. E.
––––––––––––––
vom Glase absorbirt (Pfd. 1800 . 0,2 . 1300)/17 Stunden = 27,529
von 64 Quadratfuß Ofen-Wandfläche transmittirt bei 1400°
Ofen-Temperatur à 1740

= 111,360
mit den Verbrennungsproducten entfernt Pfd. 105 . 1,8108 .
1412°

= 268,196
––––––––––––––
407,085

Die kleinste Temperatur-Differenz zwischen Glas und Verbrennungsproducten war also 1412° – 1300° = 112°.

Im zweiten Ofen mit dem schwerschmelzbaren Satze war die
Schmelzzeit 18 Stunden und der Holzverbrauch 392 Pfd.
per St. = 392 × 3877


= 1,519,784 W. E.
––––––––––––––
vom Glase absorbirt (Pfd. 5000 . 0,2 . 1350°)/18 Stunden = 75,000
von 136 Quadratfuß Wandfläche bei 1450° Ofentemperatur à
1003 transmittirt

= 258,808
mit den Verbrennungsproducten entfernt Pfd. 392 . 1,8108 .
1670

= 1,185,976
––––––––––––––
1,519,784 W. E.

es war also die nöthige Temperatur-Differenz im Minimum, um in 18 Stunden zu schmelzen = 1670° – 1350° = 320°, wobei der Schmelzpunkt des Glases um 50° höher angenommen ist als im ersten Ofen.

Wäre nun in diesem zweiten Ofen der Satz des ersten geschmolzen worden, so wäre der Holzverbrauch gewesen: