Text-Bild-Ansicht Band 159

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Diese Curven zeigen nun, daß der Einfluß der Leitungsfähigkeit des Materiales weit bedeutender ist als derjenige der Dicke der Wände, und daß namentlich mit Luft erfüllte Zwischenräume und hohle oder poröse Steine am meisten dazu beitragen die Wärmetransmission herabzudrücken; dieser Einfluß macht sich um so mehr geltend, als bei zunehmender Wanddicke auch die Oberfläche der Wand eine größere wird, wodurch auch wieder mehr Wärme zerstreut wird.

Um über dieses Verhältniß ins Klare zu kommen, habe ich, wie in den Figuren 3 und 4 im Längen- und Querschnitte dargestellt ist, die für jeden Zoll zunehmender Wanddicke entstehende Fläche berechnet und diese Flächen mit dem für je einen Quadratfuß erhaltenen Werthe multiplicirt; dadurch sind die Curven der Fig. 5 entstanden, welche ebenfalls A bis F benannt sind und den gleichnamigen Curven in den Figuren 1 und 2 entsprechen. Diese zeigen, daß bei gut leitendem Material selbst 3 Fuß dicke Mauern stets die Transmission vermindern, während bei schlecht leitendem Material durch dicke Mauern, wegen der vermehrten Oberfläche, dieselbe zunimmt.

In der Wand eingeschlossene Luftschichten oder poröse Steine führen zu demselben Ziele und sind als analog zu betrachten, denn der poröse Stein enthält ebenfalls eingeschlossene Luft, welche dieselbe Wirkung hervorbringen muß als wenn sie in besonderen Räumen enthalten wäre. Da in unseren Berechnungen nur die Factoren C und e veränderlich sind, und die Endresultate bloß von dem Gliede e/C + e'/C' (siehe Artikel 245 meiner Wärme-Meßkunst) abhängen, so können wir diese Annahme leicht prüfen.

In der Wand E haben wir 13'' feuerfeste Steinmasse und 3'' Luft, in der Wand C 16'' porösen Stein; wäre nun in letzteren das Aequivalent von 3'' Luft eingeschlossen, so müßten wir 1,3/0,31 + 0,3/0,024 = 16,7 haben wie für die Wand E; wir haben aber 1,6/0,084 = 19,0, daher das Material der Wand C einer Schicht von 3,6'' Luft und 12,4'' Thon gleichkommt, welche gibt: 1,24/0,31 + 0,36/0,024 = 19,0, und ein Kubikfuß dieses porösen Steins würde dann, das specifische Gewicht des Thons = 1,8 angenommen, wiegen Pfd. 75,33 + 0,016 = 75,346 Pfd., während dieselbe Masse ohne Poren 97,2 Pfd. wiegt, oder das spec. Gewicht der porösen Masse wäre 1,3953.

Da es möglich ist, poröse Steine von spec. Gewicht 0,7 zu machen,