Text-Bild-Ansicht Band 161

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Nr. 1 ist porzellanartig, doch wenig blasig.

Nr. 2 und 3 ist noch völlig glasirt; Nr. 4 weniger und Nr. 6 kaum noch u.s.w.

Nr. 3 erscheint nahezu gleich strengflüssig wie Yarnkirk 1.

Der Thon von Boltze steht demnach um mehr als 2 Grade dem von Yarnkirk nach, oder seine Strengflüssigkeit ist = weniger als 3.

Das Bindevermögen ist = 3.

VII. Thon von Schneider in Wettin.

Ist im Aeußeren und in den physikalischen Eigenschaften sehr ähnlich dem vorigen, nur von mehr röthlich-grauer Farbe, enthält aber ebenso eisenrostgelbe Stellen und den Sand in gröbern Körnern. – Knirscht in dem Achatmörser zerrieben, sehr merklich.

Mit Salzsäure digerirt, wird sehr wenig Eisen und Kalk ausgezogen.

Vergleichend die bezüglichen Pröbchen geglüht, ergab sich:

Nr. 0 ist groß blasig-sinterig.

Nr. 1 hat sich aufgebläht zu einer blasigen Porzellanmasse.

Nr. 2 ebenso; Nr. 3 ist noch blasig-porzellanartig.

Nr. 4 ist noch völlig glasirt; Nr. 6 weniger und erst Nr. 8 kaum u.s.w.

Nr. 3 erscheint ähnlich strengflüssig wie Yarnkirk 1, und Nr. 4 zeigt sich leichtflüssiger wie Yarnkirk 2.

Der Thon von Wettin steht also um völlig 2 Grade dem Yarnkirker nach, d.h. er erfordert 2 Theile Quarzzusatz mehr als der Yarnkirker für einen gleichen Grad der Strengflüssigkeit.

Seine Strengflüssigkeit ist = mehr als 3.

Das Bindevermögen ist = 3, d.h. wie bei dem vorigen Thone; doch erschien er ein wenig bindender.

VIII. Thon von Schletta bei Meißen.

Bildet derbe, wenig feste Stücke von weißer Farbe mit gelblich-grauem Stich. – Fühlt sich zart und fettig an. – Knirscht in dem Achatmörser zerrieben, unfühlbar. – Haftet an der Zunge sehr stark. – Zerfällt in Wasser unter Entwicklung von Luftbläschen, die mit singenden Zischen entweichen; ist damit angefeuchtet, bindend und plastisch. – Braust mit Säure übergossen, nicht.

Mit Salzsäure digerirt, wird nur eine Spur von Eisen und sehr wenig Kalk ausgezogen.

Vergleichend die bezüglichen Pröbchen geglüht, ergab sich: