Text-Bild-Ansicht Band 161

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Nr. 0 ist völlig porzellanartig, aber dicht.

Nr. 1 ist schneeweiß, dicht-porzellanartig ohne Aufblähung.

Nr. 2 eben so, aber weniger.

Nr. 3 ist glasirt; Nr. 4 nur zum Theil und Nr. 6 nicht u.s.w.

In Hinsicht des geschmolzenen Zustandes zeigt sich Nr. 2 ähnlich Yarnkirk 1, aber es zeigt durchaus keine Aufblähung.

Der Thon von Schletta möchte daher um einen schwachen Grad nur dem Yarnkirker in Hinsicht der Strengflüssigkeit nachzusetzen seyn, doch verdient er in Anbetracht der Dichtigkeit und schönen Weiße den Vorzug vor dem Yarnkirker.

Seine Strengflüssigkeit ist = weniger als 2.

Dessen Bindevermögen ist zwischen 3 und 4 zu setzen, d.h. also, er verträgt mehr als 3 und weniger als 4 Theile Quarzzusatz für den beschriebenen Grad loser Bindung.

Stellt man hiernach einen Vergleich vorstehender Thone unter sich an, so ist in Uebereinstimmung mit Ziurek im Allgemeinen in Hinsicht der Strengflüssigkeit der schottische Thon, der von Yarnkirk, zu oberst zu stellen, alsdann folgen wenig tiefer, etwa um 1/2 Grad, die belgischen, und 1–2 Grade tiefer sind zu setzen die genannten einheimischen Thone. Unter den beiden belgischen Thonen, die übrigens nahe gleich sind, ist der strengflüssigste der der Gesellschaft La vieille Montagne in Anglaur, hierauf folgt in Rücksicht auf die große Dichtigkeit der bei Meißen (= weniger als 2), hierauf der von Coburg (= 2); dann der schlesische (= mehr als 2), dann der bei Drehna (= mehr als 2), und schließlich als merklich weniger strengflüssig der bei Halle (= weniger als 3) und als leichtflüssigster der von Wettin (= mehr als 3).

Vergleicht man die Thone in Hinsicht des Bindevermögens, so sind am bindendsten die belgischen Thone = 6; dann folgt der von Coburg =, dann der von Antonienhütte = 4, dann der von Schletta = 3 – 4, dam der von Boltze und Wettin = 3, und endlich als die weniger bindenden der schottische und der bei Drehna = 2.

Im Ganzen genommen verdienen demnach in Hinsicht der Strengflüssigkeit und des Bindevermögens die belgischen Thone den Vorzug, und wesentlich unter den übrigen Thonen, wovon die besseren der von Coburg, der bei Meißen und der schlesische sind. Eine gleich niedrigere Stufe nimmt neben dem von Wettin wegen seiner geringsten Strengflüssigkeit der bei Drehna wegen seines geringeren Bindevermögens ein.

(Der Schluß folgt im nächsten Heft.)