Text-Bild-Ansicht Band 144

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Fig. 10 ist ein senkrechter und Fig. 11 ein horizontaler Durchschnitt des Apparates; in Fig. 12 ist die doppelte Klappe besonders, nach vergrößertem Maaßstabe dargestellt.

Der Widderkörper T, T (Fig. 11) ist eine gußeiserne Röhre von bestimmter Länge und bestimmtem Durchmesser, die jedoch nach den gegebenen Umständen veränderlich sind.

Der Widderkopf A, B, C, D, ebenfalls von Gußeisen, besteht aus einem senkrechten Cylinder von etwas weiterm Durchmesser als der des Körpers; er ist im Innern ausgebohrt, an den Enden verschlossen und zur Seite mit vier Oeffnungen E, E, E, E und mit einer Klappe oder einem Kolben von Metall (Fig. 12) versehen. Dieser Kolben besteht aus zwei Scheiben N, N, welche durch eine Röhre P mit einander verbunden sind.

Das Ende des Widderkörpers tritt in den Luftbehälter O und endigt in einem Ventile V, welches sich von Außen nach Innen schließt.

Der Luftbehälter besteht aus dem Kasten O, von dessen unterm Theile die Steigröhre S, S ausgeht und sich bis zu dem obern Reservoir erhebt, wohin man das Wasser gelangen lassen will.

Die Einführung der Luft in dieses Reservoir erfolgt durch eine kleine bronzene Röhre Z, welche das Einströmen jedesmal dann gestattet, wenn sich unter dem Ventil V, in dem ersten Augenblick welcher auf den Schluß folgt, eine Luftleere bildet. Ein außerhalb an der Röhre Z angebrachtes Ventil, welches sich von Innen nach Außen schließt, verhindert das Ausströmen der Luft, wenn sie von der Wassersäule, im Augenblick des Eintrittes in den Luftbehälter, zusammengedrückt wird.

Das Spiel der doppelten Klappe mit Wasserkissen, während des Betriebes, ist folgendes: – Angenommen der Widderkörper sey mit Wasser angefüllt und seine Haltklappe verschlossen, und man überläßt letztere der Einwirkung ihrer Schwere, so fällt sie auf ihren Sitz Q und läßt im Fallen Wasser hindurchströmen; dieses strömt alsdann durch die vier Oeffnungen E mit steigender Geschwindigkeit, welche nach Verlauf von einigen Secunden hinreichend wird, um die doppelte Klappe oder den Kolben mit sich zu nehmen. Indem derselbe in die Höhe geht, schließt er mittelst seiner untern Scheibe N den Eintritt des Wassers in den Cylinder R, R, C, D ab; die vier Abflußöffnungen sind alsdann plötzlich verschlossen, und da das Wasser keinen andern Ausgang findet, so strömt es durch die Röhre P in den obern Raum C, D des Widderkopfes, welchen es rasch ausfüllt, wodurch auf beide Scheiben zu gleicher Zeit gleich starke Stöße ausgeübt werden, welche die Klappe plötzlich aufhalten. In diesem Augenblick hebt das Wasser das Ventil V und tritt in den Luftbehälter O,