Text-Bild-Ansicht Band 142

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Der Erfinder hat die Vorrichtung noch dadurch verbessert, daß die Mitte des Zapfens B mit einem ringförmigen und conischen Reif versehen wird, welcher in einer gleichförmigen Vertiefung des Futters oder der Büchse läuft und Längenverschiebungen oder Schwankungen verhindert. Ueberdieß bringt er im Zapfen Vertiefungen an, welche die Vertheilung des Oels befördern.

Fig. 17 ist ein senkrechter Durchschnitt, welcher die Anwendung desselben Princips auf die Spindeln einer Feinspinnmaschine zeigt.

Die Büchse f ist mit einem Deckel versehen, durch den die Spindel E geht. Der Boden der Büchse steht mittelst einer dünnen Röhre i mit dem cylindrischen Raum g in Verbindung, welcher durch die ganze Spindelbank hindurchgeht und mittelst des Bechers h mit Oel gefüllt wird, wodurch alle Spindeln gleiche Oelung erhalten.

In der Höhe des Halses ist die Spindel mit einer Cuvette j versehen, hie sich mit ihr dreht, und in welche der Hals k (Fig. 18 und 19), indem er sich krümmt, eintritt, um von dem Oele der Cuvette umgeben zu seyn. Da die Centrifugalkraft die letztere bald gänzlich entleeren würde, so ist sie mit einem festen Deckel l versehen, der sie umgibt und das Oel zurückhält.

Auch bei Eisenbahnwagen wendet der Erfinder Schmierbüchsen nach dem oben beschriebenen Princip an.

LXI. Verbesserungen an dem Dampfhammer, von John Ch. Pearce auf den Bowling-Eisenwerken zu Yorkshire.

Aus dem London Journal of arts, Juli 1856, S. 9.

Mit Abbildungen auf Tab. IV.

Diese Erfindung, welche am 13. Januar 1855 in England patentirt wurde, betrifft mehrere mechanische Einrichtungen zur Bearbeitung des Eisens, nämlich 1) eine neue Form des Dampfhammers; 2) eine Pumpe zur Speisung der Dampfhammerkessel; 3) die Entfernung des Condensationswassers aus der Dampfröhre eines Stempelhammers, wenn die Röhre irgendwo tiefer niedergeht als zum Dampfkessel oder Hammercylinder; 4) endlich die Regulirung des Dampfdrucks zum Betriebe eines Dampfhammers.