Text-Bild-Ansicht Band 141

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Die Verbesserung in der Construction der Hohöfen ist eine Anwendung des in seinem Werke erörterten und empfohlenen Princips, den Raum über der Rast zu erweitern. Gewöhnlich wird bei den Hohöfen die Gicht so verengt, daß ihre Weite oft nur ein Viertel von dem Durchmesser des Kohlensackes beträgt. Eine solche Construction wird von Hrn. Truran als höchst unzweckmäßig verworfen, indem dadurch der Zug in der Gicht verstärkt und folglich das Brennmaterial verzehrt wird, bevor es tief genug im Schacht niedersank um die Schmelzung der Erze zu bewirken. Er schreibt den früheren, im Verhältniß zur Production bedeutenden Brennmaterial-Verbrauch der Verengung der Gicht zu und bemerkt, als Bestätigung seiner Ansicht, daß sich mit Erweiterung der Gicht der Kohlenverbrauch überall vermindert habe. Gegen die Erweiterung dieses Theiles der Hohöfen bestanden bisher Vorurtheile, obgleich die daraus hervorgehenden Vortheile hinlänglich bewiesen sind. Bei der ihm patentirten Construction hat der Schacht von dem Kohlensack bis zur Gicht wenigstens gleichen Durchmesser. Fig. 1 stellt die jetzt allgemein übliche, und Fig. 2 die Hrn. Truran patentirte Ofenconstruction dar.

Fig. 1., Bd. 141, S. 366

Fig. 2., Bd. 141, S. 366

Es ist wohl nicht zu erwarten, daß schon bestehende Hohöfen nach diesem Princip umgebaut werden, selbst wenn deren Besitzer sich von den Vorzügen der neuen Construction überzeugen, und es wird daher längere Zeit verstreichen, ehe man Truran's Methode allgemein annimmt; dagegen läßt sich die von ihm vorgeschlagene Veränderung der Windführung ohne Schwierigkeit bei jedem Hohöfen anwenden. Sie besteht darin, den einströmenden Wind durch Einführung einer inneren Röhre in die Düse zu theilen; man braucht dann nur die Form der innern Röhre abzuändern,