Text-Bild-Ansicht Band 141

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um dem äußeren ringförmigen Windstrom eine größere oder geringere Dichtigkeit als dem centralen zu ertheilen. Soll z.B. der ringförmige Wind weniger gepreßt seyn als der innere, so wird die in Fig. 3 dargestellte Form gewählt; durch die Erweiterung der innern Röhre am hintern Ende wird nämlich der Querschnitt der ausströmenden Luft verengt. Soll hingegen der ringförmige Windstrom stärker gepreßt seyn als der centrale, so wird die in Fig. 4 dargestellte Form gewählt, bei welcher das hintere Ende der innern Röhre enger ist als das vordere.

Fig. 3., Bd. 141, S. 367

Fig. 4., Bd. 141, S. 367

Fig. 5., Bd. 141, S. 367

Wenn man verlangt, daß der innere Windstrom und der äußere ringförmige eine verschiedene Temperatur haben, so benutzt man eine eigenthümliche Einrichtung der Düse, welche Fig. 5 veranschaulicht.

Hr. Truran behauptet, daß er mittelst der beschriebenen Formen im Stande ist eine Ersparung an Gebläsewind, an Brennmaterial und den Schmelzmaterialien zu erreichen; auch will er damit jede Art unverkohkter Steinkohlen verwenden und ungeröstete Erze verschmelzen können. In der Patentbeschreibung gibt er die Ursache der besseren Wirkung eines ringförmigen Windstromes in Verbindung mit einem inneren von verschiedener Dichtigkeit nicht an; auch sagt er nicht, ob die besten Wirkungen erzielt werden, wann der innere Wind mehr oder wann er weniger gepreßt ist als der äußere; wir vermuthen, daß die verbesserten Wirkungen dadurch hervorgebracht werden, daß man den inneren Wind ringförmig mit expandirter Luft umgibt, wodurch die Verbrennung der Kohlen auf größere Flächen vertheilt und der Strom stark gepreßter Luft verhindert wird das glühende Brennmaterial abzuschrecken.