Text-Bild-Ansicht Band 140

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Das Ventil s fängt die Luft etwas unter der obern Platte des Cylinders auf, um eine Luftmatratze zu bilden, welche die Stöße des Hammers schwächt, die dann entstehen können, wenn er zu hoch gehoben wurde.

Der Kolben ϖ der Oelpumpe kann längs seiner Stange auf einer gewissen Länge verschoben werden, die oben durch einen Aufhalter begränzt ist, und unten, am Ende der Stange, durch eine Scheibe, welche den Kolben hält und die senkrechten cylindrischen Oeffnungen in demselben verschließt. Am obern Theil der inneren Oberfläche des Pumpenkörpers hat man auf einer gewissen Höhe acht halbcylindrische Vertiefungen angebracht, während vom untern Theil eine Röhre τ abgeht, die mit dem Oeltroge in Verbindung steht, in ihrer Mitte mit einem Hahn r' und am untern Ende mit einer sich von unten nach oben öffnenden Klappe s'' versehen ist.

Nehmen wir nun an, daß der Apparat die nöthige Oelmenge enthalte und daß der Hahn r' verschlossen sey; der Kolben ϖ bringt durch seine aufgehende Bewegung unter sich eine Luftleere hervor, und indem er das obere Oel aufwärts treibt, hebt er den Hammer bis zu dem Augenblick, wo derselbe Kolben zu der Höhe der Vertiefungen gelangt ist. Diese letzteren stellen eine Verbindung zwischen den beiden Theilen des Pumpencylinders her, so daß während der Dauer des tobten Punktes der Pumpe der Hammer niederfallen kann. Alsdann geht aber der Pumpenkolben wieder abwärts und durch die Oeffnungen, mit denen er versehen ist, verbleibt die Verbindung zwischen den beiden Theilen des Pumpenkörpers bis ans Ende des Laufs.

Wir wollen jetzt annehmen, daß der Hammer kein Oel enthalte und daß man ihn in Betrieb setzen wolle. Man öffnet den Hahn r', so wie die durch eine Schraube verschlossene Oeffnung am obern Theil der kupfernen Kolbenröhre. Das Oel wird sich in dem Apparat durch die Einwirkung der Pumpe erheben, und nachdem es die gewünschte Höhe erreicht hat, verschließt man den Hahn und die erwähnte Oeffnung.

Um die Figur nicht zu compliciren, hat man auf demselben ein gußeisernes Gehäuse, welches mit der Röhre τ aus einem Stück gegossen, über dem Oeltroge angebracht ist und den senkrechten Theil dieser Röhre bildet, nicht dargestellt. Dieses Gehäuse hat zwei Klappenventile, welche in einiger Entfernung über einander angebracht sind und denselben Zweck wie das Ventil s'' erfüllen; der Zwischenraum dieser beiden Klappen steht aber mit dem Cylinder einer kleinen Druckpumpe mit massivem Kolben in Verbindung, welche den Zweck hat den Hammer mit Oel mittelst