Text-Bild-Ansicht Band 224

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An der Bauchsäge Great American Cross Cut Saw (Fig. 11) ist zweierlei auffallend: a) Die Zahnform und der aus Figur 12 hervorgehende Schliff. Während bei dem einen Doppel-M-Zahn die beiden äußern Spitzen ihre Schneide rechts tragen und die mittlere Spitze diese Schneide nach links angebracht hat, ist dies bei dem darauf folgenden Doppel-M-Zahn umgekehrt angeordnet, b) Die Befestigung der Handhabe, welche in Fig. 11, 13 und 14 dargestellt ist. Die Handhabe wird nämlich von zwei Hülsen a und b umschlossen, welche durchbohrt auf einer Schraubenspindel c sitzen; letztere durchdringt auch (Fig. 14) diese Handhabe selbst. Die Schraubenspindel hat rechts ein Schraubengewinde, links einen Schlitz und wird dadurch auf dieser Seite zu einer Gabel, welche das Sägeblatt umfaßt. Die beiden Zinken der Gabel sind durchlöchert und ebenso an entsprechender Stelle das Sägeblatt selbst, so daß eine Niete durchgesteckt werden kann. Wird die Niete mit ihrem Kopf bis gegen den Bügel d geführt, so kann das Sägeblatt aus der Gabel oder die letztere von dem erstern entfernt werden; ist aber die Niete in der in Figur 14 angedeuteten Stellung, nachdem früher das Sägeblatt in den Gabelschlitz eingeführt worden war, und wird ferner durch eine Flügelmutter die Hülse b an die hölzerne Handhabe und diese an die Hülse a und letztere endlich mit ihrem Rücken an die Kante des Sägeblattes angepreßt, so ist die Handhabe in der aufrechten Stellung vollständig gesichert. Das Befestigen sowohl als das Losmachen der Handhabe nimmt nicht mehr als eine Secunde Zeit in Anspruch; dabei liegt die Handhabe vollständig fest und kann leicht nach Bedarf ausgewechselt werden. Auch die Gestalt der auf einer Drehbank hergestellten Handhabe ist eine vorzügliche.

Im vollen Verständniß der Thatsache, daß die Zurichtung der Säge, ihre Schärfung, ihr Schrank, die genaue Stellung und Gestaltung der Zähne die wichtigsten Vorbedingungen eines schönen, kraftsparenden Schnittes sind, haben die Amerikaner alle andern Völker der Erde in der Erfindung von Hilfswerkzeugen für den gedachten Zweck zu übertreffen gewußt. Wir geben nun hier die Abbildung und Beschreibung von vier hierher gehörigen Werkzeugen zum Schränken, Stauchen und Feilen der Sägezähne der Firma H. Dißton und Sons in Philadelphia, welche die vollste Beachtung verdienen und die theilweise schon in diesem Journal (* 1875 217 274) behandelt worden sind.

Bekanntlich läßt sich federharter Stahl ohne Gefahr für seine Haltbarkeit nicht gut biegen, wohl aber ohne alle Gefahr hämmern und treiben. Trotzdem besteht in ganz Deutschland und auch in den übrigen