Text-Bild-Ansicht Band 226

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besteht in dem Verkleiden mit Mauerwerk und zwar, da die in Frage kommenden Massen nur geringe sind, also der Preis keine Rolle spielt, mit Chamottemauerwerk. Nur ist die Ausdehnung und die Art dieses Mauerwerkes sehr verschieden.

Kniebandel und Wegener in Berlin haben an den beiden von ihnen ausgestellten Oefen einen verhältnißmäßig großen liegenden Feuerkasten angewendet. Die horizontale Kohlenrast nimmt kaum ein Viertheil der Länge des genannten Kastens ein. Der Kasten ist vollständig mit Chamottemauerwerk ausgefüttert, welches – außer an den Ecken – an mehreren Stellen durch Quermauern gestützt ist. Von der Rast aus bildet die erste Querwand die Feuerbrücke, unter welcher eine große Reinigungsöffnung ausgespart ist; die zweite und nach Umständen die dritte Querwand sind mit zahlreichen Löchern versehen, um die Rauchgase zu vertheilen, wie der Aussteller angab; die letzte Querwand schließt oben dicht an die Decke, ist an sich dicht und läßt über dem Boden einen breiten Spalt frei, durch welchen die Rauchgase in die hintere Abtheilung des Feuerkastens gelangen, der in seiner Decke zwei Oeffnungen zur Weiterleitung der Gase hat. Der Kasten ist aus zusammengeschraubten, glatten Gußeisenplatten gebildet. Der Kasten soll den Gasen einen wesentlichen Theil der Wärme entziehen. Um dies zu sichern, können nur die am wenigsten warmen Gase den Kasten verlassen. Bis zu dem betreffenden Spalt werden aber die Gase zu vielfachen Wirbelungen veranlaßt, so daß sie lebhaft an den Wänden spülen.

Wir glauben, daß der beabsichtigte Zweck erreicht wird, und haben nur das Bedenken – wie bei allen Chamotteauskleidungen – daß häufige, nicht bequem sichtbare Ausbesserungen erforderlich werden.

Emil Kelling hat den Feuerraum C, den Schacht D, den Vertheilungscanal E und die obern Heizrohre F seines Ofens (Fig. 45 bis 48 Taf. III [a.c/4]) in abnehmender Stärke mit Chamotte ausgefüttert. Ebenso Friedr. und John Röbbelen in dem Ofen, welchen die Figuren 73 bis 75 Taf. III [b/2] darstellen. Der in Fig. 50 und 51 Taf. I [c/3] skizzirte Ofen derselben Aussteller ist bis zum Vertheilungscanal E mit Chamotte ausgekleidet.

Dieses Verfahren wird einem Erglühen bestimmt vorbeugen, wenn es gelingt, die Auskleidung gleichförmig und sicher an den Wandungen zu befestigen, was uns aber, so weit es den Canal E und die Röhren F betrifft, schwierig zu sein scheint. Man kann zu einzelnen Stellen nur schwer gelangen, oder doch wenigstens dieselben nicht auf die Güte der Ausführung prüfen. Außerdem müssen wir das Bedenken hegen, daß entweder durch ungeschickte Handhabung der Putzbürste, oder durch die