Text-Bild-Ansicht Band 226

Bild:
<< vorherige Seite

verschiedene Ausdehnung von Stein und Metall, oder durch beides gemeinschaftlich, die Auskleidung abgelöst und so die betreffenden Wandflächen entblöst werden, ohne daß eine Möglichkeit vorläge, den Zustand bequem zu erkennen.

Viele der ausgestellten Oefen sind in weit geringerer Ausdehnung ausgefüttert. So der große Ofen von Krigar und Ihssen (Fig. 19 bis 22 Taf. II [a.c/1]), bei welchem nur der aufrechte Heizschacht an seinen Umfassungswänden und seiner Decke mit Mauerwerk geschützt ist. Der obere Vertheilungscanal f ist an seiner obern, dem Erglühen zunächst ausgesetzten Fläche dadurch an unangenehmen Einfluß auf die erwärmte Luft gehindert, daß dieselbe mit einer Sandschüttung – in Figur 19 im Durchnitt sichtbar – bedeckt ist. Wenn dieser Schutz hier nicht in so ausgedehntem Maße vorhanden ist als bei Kelling und Röbbelen, so ist er leichter nachzusehen und auszubessern.

Reinhardt's Ofen (Fig. 34 bis 37 Taf. II [b.c/3]) ist nur in seinem Feuerschacht C ausgemauert; der Hals D und das Vertheilungsrohr E sind in starkem Eisen gegossen und mit Rippen versehen, wie es auch bei den Heizrohren F an deren oben liegenden Hälfte der Fall ist.

Wenn wir bei den Krigar und Ihssen'schen Oefen die Rippen bis jetzt nicht genannt haben, so geschah dies, weil wir nicht besorgten, dieselben würden für den ihnen zufallenden Antheil an der hier in Rede stehenden Wirkung ungenügend sein.

Bei dem Reinhardt'schen großen Ofen müssen dagegen die Rippen hervorgehoben werden, da denselben augenscheinlich eine große Aufgabe gestellt ist, indem die verhältnißmäßig wenig abgekühlten Gase an den krummen Flächen des Halses D und des Vertheilungsrohres E lebhaft spülen, und außerdem die Decke von D die Strahlung des Feuers auszuhalten hat. Es soll daher in einzelnen Fällen diese gewölbte Decke – trotz der Rippen – bis zum Glühen erwärmt worden sein.

Vergleichen wir hiermit den sogen. Schachtofen von Kaiserslautern (Fig. 1 und 2 Taf. I [a/1]), so müssen wir denselben als günstiger gestaltet bezeichnen. Zunächst ist die Decke von D in verhältnißmäßig größerer Höhe über dem Feuer angebracht, die strahlende Wärme des letztern also nicht so einflußreich. Ferner ist die Fläche, längs welcher die Feuergase strömen, bevor sie die Decke erreichen, im Verhältniß größer. Diese Fläche liegt aber, bis auf die – in unserer Figur 1 – rechts liegenden Kanten des Zwischenstückes E, günstiger als die betreffenden Flächen des Reinhardt'schen Ofens. Wie früher des Weitern aus einander