Text-Bild-Ansicht Band 226

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in der Ausstellung durfte natürlich weder gemessen, noch gezeichnet werden – theils weil die Heizflächen ihrer verschiedenen Lage nach zu ungleichwerthig sind, und weil ebenso die Ansprüche, welche an die Leistung der Rastflächen gestellt werden, zu sehr wechseln.

Wenn die Ansprüche an die Reinhaltung der Heizflächen bei Zimmeröfen nicht sehr streng sein können, weil die Zugangswege zum Innern der Rauchwege meistens so eng ausfallen, daß nur der geschickte Arm eines Ofenreinigers hindurchzuschlüpfen vermag, und die Oberfläche des Ofens gewöhnlich dem Auge zugänglich genug ist, um zur Reinigung aufzufordern, so ist von den Oefen für Sammelheizungen zu verlangen, daß sie bequem an den Innen- und an den Außenflächen gereinigt werden können.

Was zunächst die Reinigung der Feuerseite, also das „Ruhen“ anbetrifft, so ist besonders noch die Forderung zu stellen, daß behufs derselben die Heizkammer nicht betreten werden darf. Die betreffenden Gegenstände der Brüsseler Ausstellung 1876 (vgl. Bd. 222 S. 4) gaben Veranlassung zu tadelnder Bemerkung. Von den Sammelheizungsöfen der Casseler Ausstellung war nur einer so unzweckmäßig eingerichtet, daß nicht einmal die nothwendigste Rußung ohne Besteigung der Heizkammer vorgenommen werden kann. Wir erwähnen dieses Ofens daher weiter nicht und beginnen mit dem in dieser Hinsicht nächst unbequemsten Ofen, um mit dem zweckmäßigsten zu schließen.

Es ist zunächst der Ofen von Möhrlin (Fig. 10 und 11 Taf. I [d/1]) zu nennen. Der Schacht, in welchem die Feuergase direct aufsteigen, bedarf keiner Rußung. Das Rohr D ist leicht nach Wegnahme der Deckel h₁ und d zu putzen. Die vollständige Reinigung des Kastens E ist unmöglich, wenn nicht dessen Deckel abgenommen wird; dasselbe gilt von den Schächten F und dem Sammelkasten G, obgleich dieser durch das Rohr H₂ zugänglich gemacht ist. Diese sämmtlichen Ofentheile sind nur mit Hilfe einer Bürste, welche an einen biegsamen Stab gebunden ist, einigermaßen – gut niemals – zu reinigen. Von einem Nachsehen, in welchem Maße die Reinigung gelungen ist, kann gar nicht die Rede sein.

Die beiden wagrechten Canäle des großen Ofens von Krigar und Ihssen (Fig. 19 bis 22 Taf. II [a.c/1]) lassen sich einigermaßen bequem putzen, die sämmtlichen aufrechten Kasten oder „Flaschen“ dagegen in befriedigender Weise nur nach Wegnahme der Deckel des obern wagrechten Canales, also nach Betreten der Heizkammer seitens des betreffenden Arbeiters. Unseres Wissens soll daher auf das Rußen dieser Flaschen verzichtet werden.