Text-Bild-Ansicht Band 226

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Der Exhaustor oder Sortirer, welcher am zweiten Hauptgestelle H befestigt ist, wirkt auf das Getreide zuerst, bevor es in die erste Reinigungskammer A tritt, und dann unmittelbar, wenn es die dritte Reinigungskammer A₂ verläßt. Der Ventilator E treibt nun die leichteren Theile des Abganges von beiden Seiten seines Mantels hinweg, während die schwereren sich in besonders construirten Trichtern, die in jedes Gehäuse eingelegt sind, sammeln. Die erste Spreukammer communicirt mit dem offenen Ende des Ventilators, wenn die Klappe u geöffnet ist, während ein Rohr s an der entgegengesetzten Seite in das Zuflußrohr hineinreicht, von wo aus die Luftströmung ihren Anfang nimmt; eine Scheidewand t theilt die oberen Räume und zwingt den Luftstrom nach unten zu gehen, wie die Pfeile in der Zeichnung andeuten. Die untere Spreukammer D, die durch die Klappe u₁ mit der entgegengesetzten Seite des Ventilators communicirt, ist genau so eingerichtet wie C und hat die Bestimmung, die Luft aus dem Staubraum, welcher den Reiniger umgibt, zu ziehen. Die Ventilatorspindel ist ähnlich wie die Hauptspindel gelagert und wird durch einen Riemen von letzterer angetrieben. Eine stellbare Scheibe theilt den Ventilatoraum in zwei Theile; je nach der Stellung dieser Scheibe wird der Luftstrom aus der Spreukammer C verstärkt und jener aus D vermindert oder umgekehrt.

Das auf das Sieb B durch eine Stellklappe zugeführte Getreide wird zunächst von groben Unreinigkeiten, Sämereien u. dgl. befreit und rollt in das Rohr r zur ersten Reinigungskammer A; taube und leichte Körner werden durch den Luftzug im Rohr s in die Spreukammer C gezogen und durch die selbstthätige Klappe x entfernt. In der Reinigungskammer A häuft sich das Getreide gegen den ersten Ring b, während es durch den ersten Schlägerkranz a fortwährend über einander gerollt wird, bis es endlich über den Ring b überfließt oder durch eine zu diesem Zweck angebrachte Oeffnung weiterrückt in das Bereich des zweiten, dann des dritten Schlägerkranzes, welcher es gegen den Siebmantel c drückt, wo der größte Theil des Staubes abgeht. Hierauf wird das Getreide durch die Oeffnung d im Siebmantel und die Leitung r₁ nach der zweiten Kammer A₁ und aus dieser nach A₂ geführt; zuletzt fällt es in das Rohr F, aus welchem noch die letzten Theile von Staub etc. in die Spreukammer D gezogen werden.

Das Ergebniß des Reinigungsprocesses ist: 1) gereinigtes, polirtes Getreide durch das Hauptabflußrohr F; 2) kleinere Sämereien und Körner durch das Nebenrohr q am Zuflußsiebe B; 3) leichte Sämereien und Körner durch die selbstthätige Klappe x; 4) schwerer Staub durch