Text-Bild-Ansicht Band 226

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Gesetze sich ändernden Winkeln stattfinde, so verfahre man einfach, wie folgt: Man verzeichne sich die feststehende Schnittkante AB, die in Fig. 21, 23, 28 und 29 als Gerade, in Fig. 22 und 25 hingegen als Kreisbogen angenommen wurde, und ziehe vom Punkte A an in gleichen Entfernungen von einander concentrische Kreise aus dem Punkte O, um welchen die schneidende Kante rotirt. Diese Kreise schneiden die feststehende Kante in Punkten, die in den Figuren mit 1, 2, 3... bezeichnet erscheinen. An diese Punkte und die feststehende Kante verzeichne man die Schnitt- oder Kreuzungswinkel α, wodurch man an den Kreisen die Schnittpunkte s, s₁, s₂... erhält. Nun nehme man As als Anfangselement der Curve an und füge die Stücke 1 s₁, 2 s₂, 3 s₃... successive an As an.

Das Aneinanderfügen der einzelnen die Curve bildenden Elemente kann am Zeichenbrete, wie man leicht einsehen wird, sehr einfach mit Zuhilfenahme von Pauspapier geschehen; auf einem Brete aber, um etwa eine Schablone in Naturgröße anzufertigen, kann dasselbe, wie es auch in den Figuren ersichtlich gemacht ist, nicht minder einfach mit Hilfe zweier scharnierartig zusammengefügten Lineale erfolgen.

Dadurch, daß man die Entfernung der concentrischen Kreise von einander klein annimmt, und daß man etwa noch am Ursprunge der Curve bei A, wo sie eine schärfere Krümmung besitzt als wie am Außenende, die Kreise dichter an einander wählt, kann man eine praktischen Zwecken genügend entsprechende Genauigkeit erreichen.

Fig. 24 und 26 zeigen (abgebrochen) je ein Paar Mühlsteine mit 12 Feldern, wo Haupt- sowie Nebenfurchen denselben Zug haben, und zwar sind die Haufurchen des Bodensteines in Figur 24 Gerade, in Figur 26 hingegen Kreisbogen. Die Haufurchen des Läufers sind so construirt, daß die Kreuzungswinkel vom Läuferauge an gegen die Peripherie hin continuirlich von 90° auf 30° abnehmen und zwar in dem Maße, als die Entfernung der Punkte 1, 2, 3, 4... auf der Furche des Bodensteines vom Punkte A an zunehmen (Fig. 23 und 25). Die Kreuzungswinkel, die in einem und demselben Kreise liegen, sind hierbei natürlicherweise constant.

Die Gestalt der Schneide oder Zertheilungskante hängt, wie dies auch aus den Figuren ersichtlich, von der Lage des Drehungspunktes und von der Gestalt der feststehenden Kante ab; sie kann entweder Convexität oder Concavität oder beides vereint gegen die feststehende Kante kehren.

Dab im Vorstehenden besprochene, unmittelbar aus den gestellten Anforderungen entspringende, annäherungsweise richtige Constructionsverfahren führt übrigens auch