Text-Bild-Ansicht Band 226

Bild:
<< vorherige Seite

Querschnitt der Leitung sich während der Abkühlung nicht ändert, eine Abnahme der Pressung eintritt. Hiervon ausgehend, finden wir die Erklärung für nachstehend aufgeführte Erscheinungen.

A) Wird Luft durch die cylindrische Röhre bc (Fig. 48) geleitet und auf ihrem Wege von m nach n erhitzt, während sie sich von n bis o allmälig wieder abkühlt, so entsteht durch die Erhitzung eine gleichmäßige Pressungszunahme von n bis zum Regulator, während in der Richtung von n nach o die Pressung sich fortschreitend vermindert. Das Resultat ist also das gleiche, wie wenn man bei kalter Luft der Röhre die in Fig. 48 einpunktirte Form gibt, wobei αβ dem Grade der Erhitzung und γδ der auf dem Wege von n nach o erfolgten Temperaturabnahme entspricht; diese Form aber ist identisch mit Fig. 45.

B) Verfährt man bei einer an einem Ende verengten Röhre, wie vorstehend angegeben, so ergibt sich Folgendes: Wie wir wissen, ist bei kalter Luft die Wirkung des Apparates in Fig. 49 dieselbe, wie die einer cylindrischen Röhre vom Durchmesser der Oeffnung c. Wir haben also für den vorliegenden Fall nur nöthig, das vorher in Fig. 48 mit der Röhre bc Geschehene jetzt auf eine cylindrische Röhre mit dem bezeichneten Durchmesser anzuwenden. Hierdurch gelangen wir zu dem Resultat, wie es bei kalter Luft eine Röhre von der in Figur 49 einpunktirten Form liefert, wobei die Querschnitte dem Grade der Erhitzung und der darauf folgenden Wiederabkühlung der Luft entsprechen müssen.

Es ist einleuchtend, daß alle denkbaren Fälle analog mit den angeführten zu behandeln sind, um den Effect des Erhitzens und darauffolgenden Wiederabkühlens der Gebläseluft graphisch darzustellen. Die für die Praxis wichtigsten Fälle sind in Fig. 50 und 51 wiedergegeben.

Alle diese Darstellungen zeigen, mag die Leitung construirt sein, wie sie wolle, eine Erweiterung nach der Düse zu. Hieraus folgt, daß eine Abkühlung der Luft in der Leitung stets von Pressungsverlust begleitet ist. Befindet sich in der Leitung eine Stelle, welche enger ist als die Summe der Düsenquerschnitte, wodurch also schon bei kalter Luft ein Pressungsverlust entsteht, so wird dieser Verlust bei erhitzter Luft je nach der Größe der Temperaturabnahme zwischen Heizapparat und Düse noch vermehrt.

Fassen wie nun alles über Querschnitte Gesagte zusammen, so kommen wir zu folgenden Schlüssen: Man mache keine Stelle der Luftleitung enger als die Summe der Düsenquerschnitte und vermeide jede Temperaturabnahme zwischen Heizapparat und Hohofen; letzteres läßt sich in der Praxis zwar nie vollständig, doch annähernd erreichen. Man stelle den Heizapparat so nahe an den Hohofen wie möglich und umhülle die