Text-Bild-Ansicht Band 226

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Stößen sind allen anderen vorzuziehen, gußeiserne Röhren mit Muffen- oder Flanschenverbindung dagegen für hohe Temperaturen absolut zu verwerfen. In Bezug auf die Construction ist zu bemerken, daß kein Theil der Luftleitung, soweit wie sie erhitzt ist, weder innerhalb noch außerhalb des Apparates (bei Annahme von Röhrenapparaten) an beiden Enden fest liegen darf, weil sonst in Folge der Formveränderungen unfehlbar Undichtigkeiten entstehen. Um die Luft gegen Abkühlung zu schützen, können die Blechrohre entweder äußerlich mit schlechten Wärmeleitern bekleidet, oder, wie dies jetzt schon häufig geschieht, innerlich mit feuerfesten Steinen gefüttert werden. Wesentlich ist es ferner, der Leitung eine solche Unterlage zu geben, daß sie frei den Formveränderungen folgen kann und sie überirdisch derart aufzuhängen, daß man stets ihre ganze Oberfläche überblicken und alle Stellen derselben zum Zwecke einer etwa vorkommenden Reparatur erreichen kann.

Schließlich sei hier bemerkt, daß alle im Laufe dieser Abhandlung mitgetheilten Erfahrungen auf experimentalem Wege durch den Verfasser gemacht worden sind, und daß es ihm stets gelungen ist, bei praktischer Anwendung derselben Temperaturdifferenzen bis auf ein fast unmeßbares Minimum zu vermeiden. Bei neuen Anlagen bietet dies, wenn man alle einschlägigen Factoren im Auge behält, nicht die geringste Schwierigkeit.

– r.

Luftsetzmaschine von Luciano Bremon.

Mit Abbildungen auf Taf. VI [b.c/4].

Diese ursprünglich amerikanische Erfindung ist von dem Patentinhaber in Spanien Luciano Bremon wesentlich vereinfacht worden und deshalb für die Praxis dem Originale vorzuziehen. Das Eigenthümliche des Apparates besteht zunächst darin, daß das Princip des hydraulischen Setzsiebes beibehalten ist und der Stoß einer Luftsäule den Auftrieb des Wassers ersetzt; die Construction zeichnet sich durch ihre Einfachheit und Zweckmäßigkeit vortheilhaft vor jener der meisten andern pneumatischen Aufbereitungsapparate aus.

Im Wesentlichen ist die Einrichtung nach der Berg- und Hüttenmännischen Zeitung, 1877 S. 309 folgende: Auf einem tischartigen Gestelle (Fig. 58) erhebt sich der Windkasten in Form einer sehr flachen, abgestumpften Pyramide, 0m,80 lang und 0m,50 breit, der sich von drei Seiten auf eine Höhe von 0m,10 bis zum Querschnitte des Siebkastens