Text-Bild-Ansicht Band 226

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mildem und schieferigem Serpentin einbricht in einer Mächtigkeit von 4cm bis zu 12m in nordöstlicher Richtung und mit meist steilem Verflächen. Dabei sind die Streichen selten über 360m anhaltend, dem Verflächen nach selten über 120m. Fein eingesprengt erscheint der Chromeisenstein übrigens auch in dem grünlich schwarzen massigen Serpentin, findet jedoch alsdann keine bergmännische Beachtung. Die grobkrystallinischen Erze von reiner tiefschwarzer Farbe, fettglänzend, von braunem Strich, werden als sehr gute Erze angesehen. Das in massigen Klüften auftretende Erz ist gewöhnlich fein krystallinisch, hat zahllose, von außen schwer erkennbare Spaltklüfte von Serpentin, Magnesia und Chromocker und zeigt in frischem Bruche mehr Metall- als Fettglanz. Magnetische Eigenschaft wohnt diesen Chromerzen als solchen nicht inne; wo sich eine solche zeigt, rührt sie nur von beigemengtem Magneteisen her, wie bei einigen Erzen der Dubovaer Gegend.

Behufs Feststellung des Erzwerthes in chemischer Hinsicht ließ Hofmann zahlreiche Analysen ausführen, welche in den meisten Fällen sehr günstig ausfielen. Ich führe nachstehend die analytischen Ergebnisse der Untersuchungen von Prof. Dr. J. Pohl in Wien an. Er fand im Chromeisenstein aus dem

Grubenfelde Kirmetschka Csoka 38,00 Proc. Cr₂O₃.
Golletz Mare 41,38
Golletz Mik 40,45
Robert I 38,00
Golletz Morpheus 41,37
Robert II 38,00
Anton 40,45
Golletz Mare (Zubaustelle) 37,71

Johnson and Sons (Assay Offices and Laboratories, Basinghall Street, London E. C.) fanden in vielen angestellten Untersuchungen Hofmann'scher Erze 44 bis 60 Proc. Cr₂O₃.

Proben, welche erst kürzlich in der Hrastingger Fabrik chemischer Producte ausgeführt wurden, ergaben in einem Muster aus dem

Grubenfelde Kuresti I 34,80 Proc. Cr₂O₃.
Kuresti II 35,22
Lepopoli 35,07
Golletz 37,02
Kirmetschka 38,10
Kuresti III 34,00

R. Fresenius fand in verschiedenen Erzmustern einen Oxydgehalt von 38 bis 47 Proc. Gleich günstige Resultate verzeichneten das k. k. General-Probiramt in Wien, die École des mines in Paris u.a.

Aus den oben angeführten Analysen geht die Verschiedenartigkeit des Oxydgehaltes bei Erzen aus verschiedenen Abbaustellen hervor. Erzpartien mit einem mindern Gehalte als 35 Proc. Oxyd finden bei Ausführung von Bestellungen für Chromkaliumfabriken keine Berücksichtigung mehr. Meist beträgt der Gehalt an Oxyd 40 Proc. und darüber. Es bedarf keiner weitern Erklärung, daß sich dieses Erz für die chemische Verarbeitung vollkommen eignet.